Der Betriebsbesuch führte die teilnehmenden Landwirtinnen und Landwirte, Beraterinnen und Berater sowie Forschenden zum Biohof Betula in Elstal, rund 30 km westlich von Berlin im Havelland gelegen. Der Betrieb liegt am Rande eines Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Schutzgebiets und ist geprägt von einer vielfältigen Kulturlandschaft mit artenreichen Grünlandbiotopen und eindrucksvollen Heideflächen. Bei der Exkursion ging es wortwörtlich "über Stock und Stein" – über Zäune, durch Heide und Feuchtwiesen zu verschiedenen Flächen, die mit unterschiedlichen Schaf-, Pferde- und Rinderrassen gepflegt werden. Dabei wurden von der Betriebsleiterin Lisa Querhammer praktische Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität vorgestellt, ihre Wirkung vor Ort betrachtet und Erfahrungen ausgetauscht. "Die abwechslungsreiche Landschaft mit Heide, Trockenrasen, wiedervernässten Pfeifengras- und Feuchtwiesen zeigte eindrucksvoll, wie gezielte Bewirtschaftung zur Erhaltung wertvoller Lebensräume beitragen kann. Inmitten von Schaf-, Pferde- und Rinderherden haben wir Zeigerpflanzen bestimmt und Fördermöglichkeiten diskutiert", sagt Projektmitarbeiterin Sabine Ersing.
Gespräche und Vernetzung
Bei einem gemeinsamen Mittagessen mit regionalen Produkten blieb Zeit für Gespräche und Vernetzung. "Im anschließenden Workshop tauschten sich die Teilnehmenden aus Praxis, Forschung und Beratung zu bisherigen Erfahrungen und Ergebnissen rund um Biodiversitätsmaßnahmen in der Landwirtschaft aus. "Gemeinsam erarbeiteten wir, welche Maßnahmen sich besonders bewähren, wo noch Forschungs- und Wissenschaftsbedarf bei den Betrieben besteht und welche Ansätze in Politik und Förderung künftig mehr Aufmerksamkeit verdienen", erläutert Ersing und ergänzt: "Der lebendige Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Beratung bot viele neue Anregungen und stärkte den gemeinsamen Ansatz von FarmBioNet, Biodiversität auf landwirtschaftlichen Betrieben sichtbar zu machen und wirksam zu fördern."
Das FiBL Deutschland ist Teil des Projektkonsortiums und organisierte die Veranstaltung gemeinsam mit dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V..
Quelle: Pressemitteilung Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)



