Sie zeigen, wie im Ökolandbau Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst- und Milchprodukte erzeugt werden und stellen sich den Fragen von Besuchenden aller Altersgruppen. Das Netzwerk ist eine Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL), initiiert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).
In diesem Jahr hat das Netzwerk fünf Themen des Ökolandbaus in den Mittelpunkt seiner Informationsarbeit gestellt: Klimaschutz, Bodenschutz, Gewässerschutz, Erhalt der Artenvielfalt und artgerechte Tierhaltung. Dazu finden seit Jahresbeginn öffentliche Veranstaltungen auf den Demonstrationsbetrieben statt. Bei Hofführungen, Mitmachaktionen, Verkostungen, Festen oder Märkten erklären die Landwirtinnen und Landwirte, wie sie ihre Betriebe im Einklang mit der Natur und unter Rücksichtnahme auf Klima, Boden, Wasser, Artenvielfalt und Tierhaltung bewirtschaften.
Erleben, wie Ökolandbau funktioniert
Wie anschaulich und praxisnah Demonstrationsbetriebe über diese Themen informieren, konnten Besucherinnen und Besucher beispielsweise auf den Öko-Feldtagen Mitte Juni auf dem Wassergut Canitz bei Leipzig erleben. Am Netzwerkstand im BÖL-Zelt kam es zu einem regen Austausch zwischen interessierten Standgästen und den Demonstrationsbetrieben. "Wer verstehen möchte, wie der ökologische Landbau zum Klima-, Boden- und Gewässerschutz beiträgt, Artenvielfalt fördert und für eine tiergerechte Haltung sorgt, sollte den Menschen zuhören, die ihn Tag für Tag praktizieren und die Auswirkungen ihrer Arbeit direkt erfahren," betonte Elmar Seck vom BÖL. Zum Thema Gewässerschutz erklärte zum Beispiel Johannes Finke vom Demonstrationsbetrieb Bioland Hof Finke aus Borken: "Da wir keine synthetischen Stickstoffdünger, sondern organische Dünger wie Kompost oder Mist verwenden, gelangt deutlich weniger Nitrat ins Grundwasser." Jörg Lauenroth-Mago vom Galloway-Zuchtbetrieb Lauenroth-Mago ist Experte für artgerechte Haltung von Galloway Rindern: "Unsere Rinder verbringen den ganzen Tag auf der Weide und können nach Herzenslust grasen. Außerdem arbeiten wir nach dem Prinzip des Low Stress Stockmanship, das bedeutet, wir gehen möglichst stressfrei mit ihnen um. Dieses Prinzip verfolgen wir auch bei der Schlachtung und praktizieren den Weideschuss."
Einladung aufs Land – oder digital dabei sein
Die Einladung steht: Jeder ist willkommen, einen Demonstrationsbetrieb zu besuchen und vor Ort nachzufragen und zu erfahren, warum Ökolandbau wertvoll und nachhaltig ist. Eine Deutschlandkarte mit den Netzwerkbetrieben sowie einen Veranstaltungskalender gibt es hier im Portal unter www.demonstrationsbetriebe.de.
Wer keine Zeit für einen Ausflug aufs Land hat, der kann sich auch digital informieren: Auf dem Instagram-Kanal des Netzwerks @biohoefe zeigen Betriebe, wie sie auf ihren Höfen ökologisch wirtschaften. Der aktuelle Beitrag: Ökolandbau erhält die Artenvielfalt vom Gut Wulksfelde bei Hamburg zeigt eindrucksvoll, welche Tierarten dort inzwischen wieder heimisch geworden sind.
Hintergrund
Das Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau
Gut 36.000 Betriebe in Deutschland wirtschaften nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zuletzt rund 300 Betriebe, die Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau, ausgewählt.
Die Demonstrationsbetriebe bilden die enorme Bandbreite des Ökolandbaus ab – vom kleinen Rosenhof bis zum großen Ackerbaubetrieb, von der Bio-Imkerei bis zum Stutenmilch-Familienbetrieb, vom Erlebnisbauernhof bis zum Direktvermarkter. Diese Betriebe zeigen durch Führungen, Hoffeste und Aktionstage allen Interessierten (Bürgerinnen und Bürgern, Familien, Kitas, Schul- und Berufs-schulklassen, Auszubildenden, Umstellungsinteressierten, Praktikerinnen und Praktikern), was ökolo-gischen Landbau ausmacht, bieten Raum für Dialoge und Möglichkeiten zur Vernetzung.
Das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe ist ein Projekt des Bundesprogramms Ökologischer Land-bau (BÖL) – initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
Quelle: Pressemitteilung des Netzwerk Demobetriebe


