Austausch, Reflexion und neue Perspektiven in Bio-Wertschöpfungsketten

Vom 1. bis 3. Juni 2026 trafen sich 20 Teilnehmende des aktuellen Kurses "Regionale Bio-Wertschöpfungsketten" zum ersten Präsenzmodul. Sie kamen aus dem gesamten Bundesgebiet in der Akademie Gesundes Leben in Oberursel zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen, neue Methoden kennenzulernen und gemeinsam an den Herausforderungen ihrer beruflichen Praxis zu arbeiten.

Menschen stehen in einem Halbkreis in Reihen und schauen in die Kamera. Klick führt zu Großansicht.

20 Teilnehmende, die sich über das Projekt QC_RegioBio fortbilden und gegenseitig unterstützen. Foto: FiBL

Die Teilnehmenden initiieren, begleiten und gestalten in unterschiedlichen Regionen regionale Bio-Wertschöpfungsketten. Entsprechend vielfältig sind ihre Arbeitskontexte und Fragestellungen. 

Bereits in den vorangegangenen Selbstlerneinheiten wurden fachliche Grundlagen gelegt und erste Kontakte innerhalb der Gruppe geknüpft. "Das erste Präsenzmodul bot nun die Gelegenheit, diese Verbindungen zu vertiefen und gemeinsam in die praktische Arbeit einzusteigen", sagt Hannah Hattemer, Projektleitung im Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL).

Rollen in Wertschöpfungsketten reflektieren

"Im Mittelpunkt der drei Seminartage standen die Themen Rollenfindung, soziale Umfeldanalyse sowie kollegialer Austausch und Beratung. Die Teilnehmenden reflektierten ihre unterschiedlichen Rollen in Wertschöpfungskettenprojekten, analysierten relevante Akteurinnen und Akteure in ihrem Arbeitsumfeld und entwickelten neue Perspektiven für aktuelle Herausforderungen. Durch verschiedene Methoden und Übungen haben wir sowohl individuelle Fragestellungen als auch gemeinsame Lernerfahrungen in den Fokus gerückt", erklärt Boris Liebl, Lernbegleiter im Projekt.

Intensiver Austausch

"Ein besonderer Mehrwert des Präsenztreffens lag im intensiven Austausch untereinander. Jede und jeder brachte persönliche Erfahrungen aus unterschiedlichen Regionen und Projekten mit ein. Die Teilnehmenden diskutierten die Herausforderungen aus dem Berufsalltag und unterstützen sich schon jetzt gegenseitig bei der Entwicklung von Lösungsansätzen", sagt Hattemer. Dabei entstanden zahlreiche neue Impulse und nicht wenige Aha-Momente.

Die nächsten Module werden auf diesen Erfahrungen aufbauen und weitere Werkzeuge für die erfolgreiche Gestaltung regionaler Bio-Wertschöpfungsketten vermitteln. Gestaltet wurde das Modul von Boris Liebl und Hannah Hattemer (beide FiBL) im Rahmen des Projekts QC_RegioBio. Das Verbundprojekt von FiBL und dem Bundesverband der Regionalbewegung e. V. verfolgt das Ziel, Akteurinnen und Akteure der regionalen Bio-Wertschöpfungskettenentwicklung gezielt zu qualifizieren und zu vernetzen. Das Projekt QC_RegioBio wird im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) gefördert.

Quelle: Pressemitteilung Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)

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