Dialogforum "Bio Verbindet" bringt Bio-Regionen und Bio-Städte in Bonn zusammen

Bio in den Regionen stärken, Erfahrungen teilen und voneinander lernen: Das ist das Ziel von "Bio Verbindet". Als Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) bringt das Netzwerk Managerinnen und Manager von Bio-Regionen und Bio-Städten aus ganz Deutschland zusammen. Beim diesjährigen Dialogforum am 5. und 6. Mai in Bonn standen kollegialer Austausch und bundesweiter Wissenstransfer im Mittelpunkt.

Logo "Bio Verbindet"

Rund 40 Teilnehmende nutzten das anderthalbtägige Vernetzungstreffen, um mit Kolleginnen und Kollegen über gemeinsame Herausforderungen, erfolgreiche Ansätze und praktische Lösungswege ins Gespräch zu kommen. Das gemeinsame Ziel: Mehr Bio in Städte und Regionen zu bringen. Gastgeber des Dialogforums waren die Bio-Stadt Bonn und die Öko-Modellregionen in Nordrhein-Westfalen.

Programm und Exkursionen

An den beiden Veranstaltungstagen tauschten sich die Teilnehmenden in Workshops, Exkursionen und persönlichen Gesprächen darüber aus, wie mehr Bio auf kommunaler Ebene umgesetzt werden kann. Konkrete Fragen waren dabei: 

  • Wie können regionale Bio-Wertschöpfungsketten gestärkt werden? 
  • Welche Kommunikations- und Veranstaltungsformate erreichen die passenden Zielgruppen? 
  • Und wie lassen sich neue Impulse aus anderen Regionen in die eigene Arbeit übertragen?

"Der Austausch ist unbezahlbar. Bei der Exkursion und im Gespräch mit den anderen nehme ich so viele neue Ideen und Inspiration für die eigene Arbeit mit", sagte Julius Kuschel aus der Öko-Modellregion Stadt.Land.Regensburg.

Ein zentraler Programmpunkt waren die Exkursionen zu Betrieben und Projekten im Bonner Umland. Besucht wurden unter anderem die SoLaWi Alfter, der Demonstrationsbetrieb Biohof Bursch, der Leyenhof und Hofliebe Organic Food sowie die Produktion von TeeGschwendner. Dort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in regionale Erzeugung, erfolgreiche Vermarktungskonzepte und Kooperationen entlang der Bio-Wertschöpfungskette. Weitere Impulse kamen von KIRA, einem Projekt des Ernährungsrats Köln, der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI), dem Cassiusgarten und der DJH Jugendherberge Bonn.

Neben den Praxisbesuchen boten fünf Workshops Raum für fachliche Vertiefung und kollegialen Austausch. In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Wertschöpfungsketten in der bio-regionalen Außer-Haus-Verpflegung, mit gelungener Kommunikation und Grundlagen guter Rhetorik, mit Moderations- und Didaktikmethoden für Veranstaltungen, mit Marketingstrategien für regionale Wertschöpfungsketten sowie mit dem Einsatz von KI-Tools im Arbeitsalltag. Dabei wurden nicht nur fachliche Inhalte vermittelt, sondern auch konkrete Erfahrungen aus den Bio-Regionen und Bio-Städten zusammengetragen.

Das Dialogforum zeigte einmal mehr, was "Bio Verbindet" im Kern ausmacht: Menschen aus ganz unterschiedlichen Regionen und Städten kommen zusammen, teilen Erfahrungen, lernen voneinander und nehmen neue Energie für ihre Arbeit vor Ort mit. Denn so verschieden die Rahmenbedingungen auch sind, viele Fragen und Herausforderungen ähneln sich. Aus Austausch werden so neue Impulse, aus Kontakten tragfähige Verbindungen – mit dem gemeinsamen Ziel, Bio entlang der gesamten Wertschöpfungskette in den Regionen zu stärken.

Über "Bio Verbindet"

Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) hat die Stärkung und den Ausbau der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Deutschland als Ziel. Vor diesem Hintergrund bringt die Maßnahme "Bio Verbindet" Managerinnen und Manager von Bio-Regionen und Bio-Städten aus ganz Deutschland zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Vernetzung und der bundesweite Wissenstransfer.

In den Jahren 2018, 2019 und 2021 wurden bereits drei Dialogforen veranstaltet. Die Vernetzungstreffen fanden zunächst analog auf dem Demonstrationsbetrieb Dottenfelder Hof in Bad Villbel statt, 2021 dann digital. 2023 folgte das Dialogforum in Würzburg, 2024 in Oldenburg/Bremen, 2025 in Darmstadt und nun in Bonn.

Die BÖL-Maßnahme "Bio Verbindet" ist initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Immer im Blick ist dabei das gemeinsame Ziel: Bio entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Anbau bis zur Vermarktung – in der jeweiligen Region zu stärken. Das Angebot richtet sich stark nach dem Bedarf der Zielgruppe. Die Koordinierenden der Bundesländer sowie die Managerinnen und Manager der Öko-Modellregionen, Bio-Musterregionen, Bio-Regio-Modellregionen und Bio-Städte sind aktiv in die Gestaltung der Formate einbezogen.

Quelle: Pressemitteilung des BÖL


Bleiben Sie auf dem Laufenden!
Abonnieren Sie unseren Newsletter und Sie erhalten jede Woche die neuesten Nachrichten aus der Bio-Branche sowie spannende Fachartikel, Praxiseinblicke und Interviews unkompliziert und kostenlos per E-Mail.

Nach oben
Nach oben