Haselnüsse, Walnüsse oder Edelpilze als neuer Betriebszweig?

Wie gelingt der Anbau von Haselnüssen und Walnüssen? Welche Edelpilze eignen sich für die Erzeugung? Und wie lassen sich neue Produkte erfolgreich vermarkten? Das Projekt "NuPiWi" bietet bis Ende 2027 zahlreiche Möglichkeiten, Antworten auf diese Fragen zu finden. Praxis-Fachtagungen, Betriebsbesuche, Feldtage, Auslandsexkursionen und Online-Seminare vermitteln aktuelles Fachwissen und bringen interessierte Betriebe miteinander ins Gespräch.

Menschen in einem Diskussionskreis inmitten einer Haselnussanlage. Klick führt zu Großansicht.

Besichtigung einer Haselnuss-Anlage in den Niederlanden. Foto: Thorsten Michaelis

Das Projekt “NuPiWi” (Nüsse, Pilze, Wissenstransfer) bietet seit 2025 Veranstaltungen zur Erzeugung von Haselnüssen, Walnüssen und Edelpilzen an: Exkursionen zu erfolgreichen Praxisbetrieben, Praxis-Fachtagungen, Exkursionen zu spannenden Betrieben in Nachbarländern sowie kompakte Informationen in Online-Seminaren und Newsletter mit Terminen und Fachinformationen. 

“Uns ist es wichtig, den Betrieben Informationen aus erster Hand zu bieten, Vernetzung zu fördern und Chancen und Risiken transparent darzustellen”, sagt Thorsten Michaelis vom NuPiWi-Projektteam. “Das große Interesse an den Kulturen und den bisherigen Veranstaltungen motiviert uns sehr”, ergänzt seine Kollegin Birge Wolf. Der Austausch bietet Entscheidungshilfe für oder auch gegen einen neuen Betriebszweig und Impulse für die Optimierung des eigenen Anbaus. Der Wissenstransfer gelingt durch die intensive Zusammenarbeit mit vielen engagierten Betrieben, Beratenden, Vernetzungsakteuren und unseren Kooperationspartnern, v. a. Vivian Böllersen (Walnussmeisterei und IG Nuss), Herbert Knuppen (Neue Obstsorten und Beratung), Tobias Hoppe (Bioland Praxisforschung), Ribana Bergmann (Regenerative und Soziale Landwirtschaft e.V. - ReSoLa) und Victor Anspach (SilvoCultura).

Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Chancenprogramm Höfe, Förderkennzeichen 2824CPH015. Dadurch können die Veranstaltungen kostenfrei beziehungsweise auf Selbstkostenbasis für Reise und Verpflegung angeboten werden.

Warum gerade Nüsse oder Edelpilze?

Nüsse und Edel-Pilze stehen für eine gesunde Ernährung, haben eine steigende Nachfrage und einen hohen Importanteil. Es bestehen somit Chancen, die heimische Erzeugung auszubauen und Kunden den Wert der regionalen Erzeugung zu vermitteln. 

Doch mehr noch: Bäume tragen zur Kühlung von Landschaften bei, die der kontinuierlichen Verdunstung, dem Schatten und der vermehrten Taubildung zu verdanken ist. Edelpilze lassen sich gut in umgebauten Stallgebäuden anbauen und abgetragene Substrate können gut in den Betriebskreislauf integriert werden. 

Welche Veranstaltungen wird es geben?

Bis Ende 2027 wird es noch viele Veranstaltungen geben:

Zu Haselnüssen und Walnüssen ist im Februar und März wieder eine Praxis-Fachtagung geplant. Neben dem intensiven Austausch aktueller Fachinformationen ist dies der ideale Termin, sich mit bereits bestehenden Erzeugerinnen und Erzeugern zu vernetzen. Zahlreiche Feldtage in verschiedenen Regionen zeigen den Anbau von Nüssen im Jahresverlauf und bei den nächsten Auslandsexkursionen gibt es Fachwissen aus Anbauländern, in denen die Nüsse schon jetzt einen größeren Stellenwert besitzen.

Bei den Edelpilzen startet im Herbst die nächsten Online-Vortragsreihe, um die Erzeugung unterschiedlicher Edelpilzarten, ihren Anbau und den Aufbau der Vermarktung zu vertiefen. Im gesamten Winterhalbjahr werden Betriebsbesuche und Praxisseminare in verschiedenen Regionen stattfinden. Vom Startup bis zum umgebauten Schweinestall können verschiedene Betriebskonzepte kennen gelernt werden. 

Hier geht es zum NuPiWi-Veranstaltungskalender

Quelle: Birge Wolf und Thorsten Michaelis, Universität Kassel


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