Körnerleguminosen im Kontext eines klimaangepassten Ökolandbaus

Über 80 Interessierte informierten sich Ende Mai auf dem Biolandbetrieb Endres in Bütthard-Gützingen beim Praxistag der Initiative "Grundwasserschutz durch Öko-Landbau". Das FiBL Deutschland konzipiert und organisiert Praxistage und Herbsttagungen im Rahmen des Projektes "Initiative Grundwasserschutz durch Ökolandbau" im Auftrag der Regierung von Unterfranken.

Ein Mann inmitten eines Ackers mit einer Pflanze in der Hand. Er schaut freundlich in die Kamera. Klick führt zu Großansicht.

Benedikt Endres hat seit 2019 Kichererbsen in der Fruchtfolge und vermarktet unter anderem an SOTO für bayerische Biofalafeln. Zudem gehört der Betrieb seit 2009 zu den Pionieren in Bayern, die Soja anbauen. Foto: Kerstin Spory

Benedikt Endres bewirtschaftet mit Familie und fünf Mitarbeitenden rund 300 ha Ackerland im Ochsenfurter Gau nach Bioland-Richtlinien. In einer sechsgliedrigen Fruchtfolge baut der Betrieb Getreidearten, Körnerleguminosen, Zuckerrüben, Luzerne und Klee an. Neben dem Ackerbau betreibt Endres ein Saatgutaufbereitungszentrum für Bio-Druschfrüchte. Zudem bietet sein Unternehmen "Benedikt Endres Agrarservice" Maschinen-Lohnarbeiten für regionale Betriebe an.

Körnerleguminosen sind seit über 30 Jahren Teil der Fruchtfolge des Betriebs Endres. Bereits seit 2009 baut der Betrieb erfolgreich Soja an, mit durchschnittlichen Erträgen von 3 bis 3,5 t/ha. Auf schwächeren Standorten wächst seit 2019 auch Kichererbse – eine in Deutschland noch exotische Kultur. "Wenig Wasser, viel Hitze, das mag die Kichererbse, in feuchteren Jahren wie 2024 fällt die Ernte eher schlecht aus", erklärt Benedikt Endres. Seit drei Jahren besteht eine Partnerschaft mit dem bayerischen Verarbeiter Soto, der aus den Kichererbsen regionale Bio-Falafeln herstellt.

Sarah Prause von der Vermarktungsgesellschaft der Bio-Bauern mbH stellte abschließend Vermarktungsmöglichkeiten für alternative Druschfrüchte vor:

Eines unserer Ziele ist es, heimische Spezialsaaten auf dem Markt zu positionieren, der bislang stark von ausländischer Importware dominiert wird."

Quelle: Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)


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