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Neues Erklärvideo zur Schilf-Glasflügelzikade veröffentlicht

Die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) und das Julius Kühn-Institut (JKI) haben zum Ende des gemeinsamen Forschungsprojektes GeKaPent ein neues Sachvideo zur Schilf-Glasflügelzikade erstellt. Das Video vermittelt kompakt und praxisorientiert grundlegende Informationen zu diesem zunehmend bedeutenden Schadinsekt und den von ihm übertragenen Bakteriosen.

Zu sehen ist eine Hand, wie sie ein Eigelege einer Schilf-Glasflügelzikade hält. Klick führt zu Großansicht.

Die Schilfglasflügelzikade vollzieht seinen kompletten Lebenszyklus an der Kartoffel, hier die im Wurzelbereich abgelegten Ei-Gelege der Zikade. Foto: E. Therhaag / JKI

In der Animation wird zunächst die Biologie der Schilf-Glasflügelzikade dargestellt und Grundlegendes zur Ausbreitung und Wirtspflanzen erläutert. Es wird erklärt, wie es zu einem Befall der Kartoffelpflanzen kommt und welche Auswirkungen dieser hat. Weiter geht das Video auf die rasante Ausbreitung des Insekts ein und beleuchtet die derzeit verfügbaren Handlungsmöglichkeiten in der landwirtschaftlichen Praxis. Dies umfasst ein großes Maßnahmenpaket, da Einzelmaßnahmen nicht ausreichen. 

Mit der Veröffentlichung des Erklärvideos möchten die UNIKA und das JKI als Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen praxisrelevantes Fachwissen bereitstellen und zur Sensibilisierung beitragen. Deshalb wurde zum Ende des gemeinsamen Forschungsprojektes GeKaPent das Video erstellt, das die erzielten Erkenntnisse anschaulich und verständlich zusammenfasst.

Hintergrund

Die Schilf-Glasflügelzikade (Pentastiridius leporinus) hat sich in den vergangenen Jahren stark in Deutschland ausgebreitet und dabei ihren Wirtskreis stetig erweitert. Sie befällt inzwischen neben Zuckerrüben massiv auch Kartoffeln und zahlreiche weitere Gemüsekulturen. Dies und ihre hohe Vermehrungsrate und Mobilität setzen den Kartoffelanbau zunehmend unter Druck. Besonders kritisch ist, dass die Art zwei bedeutende bakterielle Krankheitserreger übertragen kann: das Stolbur-Phytoplasma (Candidatus Phytoplasma solani) sowie ein Proteobakterium (Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus). Beide Bakteriosen verfügen über das Potenzial, erhebliche Ertrags-, Qualitäts- und Lagerverluste zu verursachen. In extremen Fällen kann es zu Totalausfällen bei Kartoffeln kommen.

Hier geht's zum Video

Noch mehr Infos gibt's im Faltblatt zur Schilf-Glasflügelzikade

Quelle: Pressemitteilung JKI

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