Bedeutung von Hecken für Wildbienen
Die Untersuchungen zeigten, dass Hecken eine zentrale Rolle als Nahrungsquelle und Habitat für Wildbienen spielen. Besonders nektar- oder pollenreiche Gehölzarten wie Schlehe, Weißdorn und Linde wurden von vielen verschiedenen Bienenarten besucht. Dabei wurde festgestellt, dass nicht nur die Blütenmenge, sondern auch die spezifische Gehölzart einen Einfluss auf die Attraktivität für Bestäuber hat.
Blütenkontinuität und Trachtlücken
Hecken tragen wesentlich zur zeitlichen Kontinuität des Blütenangebots in Agrarlandschaften bei. Während landwirtschaftliche Kulturen oft nur kurzzeitig Nahrung bieten, blühen verschiedene Gehölzarten in Hecken über einen längeren Zeitraum hinweg. Dadurch schließen sie Nahrungsengpässe in Trachtlücken und unterstützen so den Erhalt stabiler Bestäuberpopulationen.
Wichtige INTEGRA-Ergebnisse
- 20 Prozent der deutschen Wildbienenarten wurden in Hecken nachgewiesen.
- Doppelte Insektenbiomasse schlüpft in Hecken im Vergleich zu Äckern.
- Wildbienen wie Hummeln bevorzugen Hecken als Nisthabitat, wenn die Gehölzvielfalt groß ist.
- Früh- und spätblühende Gehölze sichern eine konstante Nahrungsquelle.
Nistressourcen für Wildbienen
Die Untersuchungen ergaben, dass Hecken als Nahrungsquelle und Niststandort für Wildbienen von Bedeutung sind. In trockenen, markhaltigen Stängeln von Holunder, Brombeere und Rose sowie in stehendem Totholz nisten Wildbienen. Im Boden unter den Gehölzen bauen Hummeln ihre Nester. Dagegen fanden sich auf angrenzenden Ackerflächen kaum geeignete Nistmöglichkeiten, was die Bedeutung der Gehölzstrukturen für die Bestäuberförderung unterstreicht.
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