Heckengehölze als Wildbienen-Lebensraum

Heckengehölze als Wildbienen-Lebensraum

Im Zuge des Projekts "Integration von Habitatstrukturen in landwirtschaftlich genutzten Flächen zur Förderung von Bestäuberinsekten" (INTEGRA) wurden Bestäubergemeinschaften in Heckengehölzen untersucht. Hecken fördern durch ihr Blühangebot und ihre strukturelle Vielfalt artenreiche Bestäubergemeinschaften und tragen so zur Stabilisierung von Bestäuberpopulationen und ökologischen Resilienz von Agrarsystemen bei. Das fördert die biologische Vielfalt und die landwirtschaftliche Produktivität.

Empfehlungen für die Praxis

Für landwirtschaftliche Betriebe:

  • Hecken als Bestäuberhabitat fördern, um Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten bereitzustellen.
  • Früh- und spätblühende Gehölzarten wählen, um eine kontinuierliche Blütenversorgung sicherzustellen.
  • Standortgerechte Gehölzarten bevorzugen, um Pflegeaufwand zu minimieren.
  • Nistmöglichkeiten erhalten, indem Totholz und Gehölzstängel in Hecken belassen werden.

Für Beratende, Institutionen und Ministerien:

  • Förderprogramme für Heckenanlagen ausbauen, um landwirtschaftliche Betriebe finanziell zu unterstützen.
  • Agrarumweltmaßnahmen anpassen, um Hecken als wertvolle Strukturen stärker zu berücksichtigen.
  • Praxisnahe Leitfäden entwickeln.
  • Biodiversitätsberatung stärken, um Landwirte und Landwirtinnen bei der Umsetzung bestäuberfreundlicher Maßnahmen zu begleiten.

Praxistipp:

Hecken mit dem Planungstool planen, um die Vorteile für Landwirtinnen und Landwirte abzuschätzen.


In Agrarlandschaften sind die Anlage und Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobst einzigartige Maßnahmen, die sowohl Nahrungs- als auch Nisthabitate für Bestäuber schaffen. (Dr. Felix Fornoff; Praxishandbuch Nutzpflanzenbestäubung: Ertragssteigerung durch Förderung der Biodiversität; Haupt Verlag, 2025; ISBN: 978-3-258-08426-8)


Informationen zum Projekt


Letzte Aktualisierung 09.12.2025

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