Ablauf
Je ein Viertel des Bodens wird im Backofen sterilisiert (Variante 2) beziehungsweise mit der Aktivkohle (Variante 3) vermengt. Die Hälfte des Bodensbleibt vorerst unbehandelt (Variante 1 und Variante 4). Dann werden je vier entsprechend den Varianten beschriftete Pflanztöpfe mit der behandelten oder unbehandelten Erde befüllt (insgesamt 16 Töpfe). Anschließend sollte eine gleichmäßige Bodenfeuchte in allen Töpfen hergestellt werden. Dann werden jeweils fünf Samen ausgesät oder vorgekeimte Samen vorsichtig mit einer Pinzette in die Töpfe pikiert. Dabei sollten die Wurzeln nicht zu lang sein, um ein Abbrechen zu vermeiden.
Die Töpfe sollten vor zu starken Witterungseinflüssen geschützt stehen. Von Frühjahr bis Herbst kann der Versuch draußen stattfinden. Findet der Versuch drinnen statt, ist ein heller Ort mit einer Temperatur zwischen 16 und 20 °C optimal. Alle Varianten sollten gleichmäßig feucht gehalten werden, wobei ein Viertel der Töpfe wöchentlich mit handelsüblichem Pflanzendünger gedüngt wird (Variante 4) (siehe Abb. 1)
Sichtbare Ergebnisse
Nach ein paar Wochen sind bereits Unterschiede sichtbar. Abbildung 2 ist acht Wochen nach Versuchsbeginn aufgenommen worden: Sowohl bei Rotklee als auch bei Luzerne zeigten sich zu diesem Zeitpunkt deutliche Unterschiede im Wachstum (von links): Kontrolle, sterilisiert, gedüngt, Aktivkohle.
Zeigt die sterilisierte Variante das beste Wachstum, deutet das darauf hin, dass bodenbürtige Schaderreger wie Pilze oder Nematoden für die Kleemüdigkeit verantwortlich sein könnten. Fördert die Düngung das Wachstum, liegt ein Nährstoffmangel vor. Wenn die Pflanzen im mit Aktivkohle versetzten Boden am besten wachsen, könnten Giftstoffe eine Rolle spielen.
Praxistipp
Für den Versuch sollten etwa zwölf Wochen eingeplant werden. Um eine Entscheidung für die Anbausaison zu treffen, ob auf einem bestimmten Schlag Rotklee, Luzerne oder eine andere Leguminose angebaut werden kann oder Anbaupausen ausgedehnt werden sollten, ist eine rechtzeitige Planung und Versuchsanlage sinnvoll.