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Projektsteckbrief: Das Blaue Land
Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten mit dem Zusatznutzen Trinkwasserschutz im Nordwesten Niedersachsens
Um die Ressource Grundwasser langfristig qualitativ besser für die Trinkwasserversorgung zu schützen, strebt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) an, den Anteil an ökologisch bewirtschafteter Landfläche in seinen Trinkwassergewinnungsgebieten zu erhöhen. Trotz vielfältiger Aktivitäten und Bemühungen in den vergangenen Jahren ist der Öko-Flächenanteil außerhalb der Trinkwassergewinnungsgebiete des OOWV höher als innerhalb. Eine vom Land Niedersachsen geförderte Expertise zeigte, dass landwirtschaftliche Betriebe vor Ort die Umstellung scheuen, weil sie kaum Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte sehen. Verarbeitungs- und Handelsunternehmen hingegen beklagten häufig fehlende Bio-Rohstoffe aus der Region, um ihre Produktion und Vermarktung zu steigern. Die Studie zeigte somit deutlich die fehlende Kommunikation der Marktteilnehmer in der Region untereinander auf.
Mithilfe des Projektes "Das Blaue Land" wird über die Einrichtung eines Bio-Wertschöpfungskettenmanagements der Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten im Bereich der für die Region relevanten Produkte Getreide und Milch initiiert und koordiniert, die relevanten Akteure miteinander vernetzt und die Prozesse zwischen den Akteuren begleitend gesteuert. Durch die Arbeit im Bereich der Wertschöpfungsketten und der Vermarktung von Bio-Produkten mit dem Zusatznutzen Wasserschutz soll ein höherer Flächenanteil mit ökologischer Bewirtschaftung in den Trinkwassergewinnungsgebieten erreicht werden.
Mit dem Projekt "Das Blaue Land" sollen über den Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten mit dem Zusatznutzen Trinkwasserschutz im Nordwesten Niedersachsens folgende Teilziele erreicht werden:
- Einrichten einer Koordinierungsstelle für den Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten beim Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV) und anschließende Besetzung dieser Stelle mit geeignetem Personal, um hierüber langfristig eine Ausdehnung der Öko-Landbaufläche in den Trinkwassergewinnungsgebieten des OOWV zu erwirken
- Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten mit dem Zusatznutzen Trinkwasserschutz in den Produktgruppen Getreide (vor allem Roggen und Hafer) und Milch
- Vernetzung der Akteure entlang der entsprechenden Bio-Wertschöpfungsketten im OOWV-Verbandsgebiet
- Abbau von Hemmnissen über die Schaffung von Anreizen bei regionalen Landwirtinnen und Landwirten, auf die ökologische Produktion umzusteigen bzw. sich mit der Umstellung zu befassen
- Potenzial der gestiegenen Nachfrage nach regionalen Produkten nutzen
- Anreize bei den wirtschaftlichen Akteurinnen und Akteuren setzen, um regionale, ökologische Produkte mit dem Zusatznutzen "Wasserschutz" zu entwickeln, zu produzieren und zu vermarkten
- Wissenstransfer für die beteiligten Marktakteure entlang der Wertschöpfungsketten
- Kommunikation über den Zusammenhang zwischen Öko-Landbau und Trinkwasserschutz und Bewusstsein dafür schaffen bei Akteurinnen und Akteuren der Wertschöpfungsketten, Verbraucherinnen und Verbraucher, regionale politische Institutionen (v.a. Kommunen und Landkreise)
- Enge Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnern und Stakeholdern aus der Region
Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Außer-Haus-Verpflegung
Getreide (vor allem Roggen und Hafer) und Milch
Niedersachsen
Nordwesten Niedersachsens
Kornkraft Naturkost GmbH, Biohof Bakenhus und Biovis Agrar GmbH
Wiebke Gätjen
E-Mail: gaetjen(at)oowv(dot)de
Telefon: 0151 744 385 08
01.02.2023 - 31.01.2026
Präsentationen der "BÖL vernetzt"-Termine:
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