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BioBotschafter*innen: Auszubildende erleben Ökolandbau

Das Projekt "BioBotschafter*innen" gibt Einblicke in den Ökolandbau: Bio-Botschafterinnen und Bio-Botschafter – junge Fachkräfte der Bio-Branche – öffnen Berufsschulklassen die Hoftore. Bei Praxistagen auf Bio-Betrieben entdecken Auszubildende, wie moderner Ökolandbau funktioniert. Statt trockener Theorie heißt es für die Berufsschulklassen: raus auf den Hof, rein ins Erlebnis. Auszubildende lernen auf Augenhöhe und nehmen anwendbares Know-how mit – interaktiv und praxisnah.
Wie läuft ein Praxistag ab?
Der Praxistag beginnt mit einem Hofrundgang gemeinsam mit der Betriebsleitung. Danach geht es in Kleingruppen weiter zu drei von sieben Lernstationen, die vorab passend zum Praxistag ausgewählt werden. Hier heißt es: mitmachen statt nur zuhören. Interaktiv erleben die Teilnehmenden, auf was es beim Ökolandbau ankommt. Dabei steht der Austausch im Mittelpunkt: Fragen stellen, diskutieren, eigene Erfahrungen einbringen.
Im Stall, auf dem Acker oder an Maschinen teilen die Bio-Botschafterinnen und Bio-Botschafter ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen offen, authentisch und praxisnah. Die Teilnehmenden gehen Fragen des Ökolandbaus und regionaler Wertschöpfung auf den Grund:
- Was bedeutet artgerechte Tierhaltung im Ökolandbau?
- Welche Rolle spielt die Bodenfruchtbarkeit?
- Wie funktioniert Kreislaufwirtschaft?
- Auf was kommt es bei mechanischer Unkrautbekämpfung an?
- Was hat Bio mit regionaler Wertschöpfung zu tun?
- Lohnt sich Bio wirtschaftlich?
- Wie trägt ökologische Landwirtschaft zur Artenvielfalt bei?
Ziel eines jeden Praxistags ist es, dass die Berufsschülerinnen und Berufssschüler das Gelernte in ihre eigene Ausbildung und in die Praxis übertragen können.
Mehrwert für Auszubildende, Lehrkräfte und Betriebe
- Für Auszubildende: Der Praxistag führt in Stall, Acker und an Maschinen – direkt auf dem Bio-Betrieb. Mit jungen Fachkräften an ihrer Seite lernen die Teilnehmenden auf Augenhöhe. Die Erfahrungen lassen sich in die eigene praktische Arbeit einordnen und bereichern den Alltag auf dem Ausbildungsbetrieb.
- Für Lehrkräfte: Der Praxistag ergänzt den Unterricht um echte Einblicke in Betriebsabläufe. Lehrkräfte können Themen aufgreifen und gemeinsam mit den Auszubildenden vertiefen. Der Austausch mit jungen Fachkräften erweitert die Perspektiven der Lernenden.
- Für Betriebe: Geöffnete Hoftore machen Arbeitsweisen sichtbar und schaffen Raum für fachlichen Austausch. Der Praxistag stärkt die regionale Verbindung zwischen Betrieben und Berufsschulen. Termin-Absprachen erfolgen gemeinsam, damit die Praxistage verlässlich in den Betriebsalltag integrierbar sind.
Zu den Stationsthemen:
Informationen zum Projekt
Das Projekt zielt darauf ab, ökologischen Landbau und regionale Wertschöpfungsketten für Auszubildende der Landwirtschaft, des Garten- und Weinbaus und deren Lehrkräfte greifbar zu machen. Im Rahmen von Praxistagen auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben werden Betriebskonzepte und Abläufe erlebbar. Dabei werden die Bedeutung regionaler Wertschöpfung sowie zentrale Prinzipien des Ökolandbaus – etwa Humusaufbau, artgerechte Tierhaltung oder Artenvielfalt – vermittelt.
Insgesamt werden folgende Ergebnisse angestrebt:
Erhöhung der Präsenz des Öko-Landbaus und regionaler Wirtschaftsweisen in der Berufsausbildung
Abbau von Vorurteilen durch den Aufbau von Wissen und Erfahrungen im Öko-Landbau
Peer-to-Peer-Learning zwischen jungen Fachleuten und Auszubildenden
- Erstellung und Bereitstellung von Werkzeugen zur Durchführung ähnlicher Projekte
Berufsschulen der Landwirtschaft, des Garten- und Weinbaus sind eingeladen, ihren Auszubildenden die Teilnahme an einem Praxistag auf einem landwirtschaftlichen Bio-Betrieb zu ermöglichen. Die Teilnahme ist kostenlos, lediglich die Anfahrt zum möglichst nahegelegenen Betrieb ist eigenständig zu organisieren.
Was erwartet die Berufsschulklassen?
Ein vielseitig und interaktiv gestaltetes Tagesprogramm
Praxisnahe Einblicke in ökologisch und regional wirtschaftende Höfe
Erfahrungsaustausch und Wissensvermittlung durch junge Fachleute aus der Bio-Branche
Impulse zur Reflektion des eigenen Handelns in Beruf und Alltag
Wo finden die Praxistage statt?
Aktuell konzentriert sich das Projekt auf Regionen in Baden-Württemberg und Bayern. Langfristiges Ziel ist es, das Netzwerk aus Berufsschulen, Bio-Botschafterinnen und -Botschaftern sowie Bio-Betrieben deutschlandweit auszubauen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit der Projektkoordination auf, um zu erfahren, ob ein Praxistag in der Region Ihrer Berufsschule möglich ist.
Das Projekt “BioBotschafter*innen” startete 2024 als Verbundprojekt zwischen dem Junges Bioland e. V., dem Landkreis Heidenheim und der Bio-Musterregion Heidenheim plus.
Mit der Fortführung des Projekts durch den Junges Bioland e. V. werden die Praxistage schrittweise auf weitere Regionen Deutschlands ausgeweitet. Ziel ist der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks aus BioBotschafterinnen und -Botschaftern, Bio-Betrieben und Berufsschulen.
Flyer (PDF-Datei)
Die Materialien zu den einzelnen Lernstationen können bei der Projektkoordination per E-Mail angefragt werden.
Ob Betrieb, Lehrkraft, Junglandwirtin sowie Junglandwirt oder Auszubildende – wer mitmachen oder mehr erfahren möchte, darf sich gerne an die Koordinatorin wenden.
Kontakt:
Johanna Biegelmaier
Projektkoordinatorin
E-Mail: Johanna.biegelmaierbiolandde
Das “BioBotschafter*innen”-Projekt wird bis Juli 2026 gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL).
Mehr Informationen über die Förderrichtlinie RIGE finden Sie hier
Mehr dazu auf Oekolandbau.de:
Weitere Infos im Web:
Letzte Aktualisierung 03.06.2026










