Lernstation Regionale Wertschöpfungsketten: Wie Produkte regional vermarktet werden

Regionale Wertschöpfungsketten zeigen, wie Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung innerhalb einer Region zusammenarbeiten. In der Lernstation wird deutlich, wie diese Netzwerke funktionieren und welche Chancen sie mit sich bringen.

Wie funktionieren regionale Wertschöpfungsketten und warum sind sie wichtig für den Ökolandbau?

Bevor ein Produkt im Verkaufsregal landet, durchläuft es mehrere Stationen: vom Feld über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung. Um Einblicke in regionale Wertschöpfung zu erhalten, werden zunächst die Direktvermarktungsangebote des Praxisbetriebs besichtigt. Ein kurzes Quiz schafft anschließend ein gemeinsames Verständnis dafür, was regionale Wertschöpfungsketten ausmacht.

Im nächsten Schritt stellen die Auszubildenden eine Wertschöpfungskette nach und lernen die wichtigsten Akteurinnen und Akteure kennen. Dabei schlüpfen sie in die Rollen von Landwirtinnnen, Verarbeitern oder Händlerinnen, erkennen deren unterschiedliche Bedürfnisse und verstehen, wie diese miteinander verknüpft sind. Die Chancen regionaler Wertschöpfungsketten werden dabei gemeinsam herausgearbeitet:

  • faire Preise und hohe Wertschätzung durch direkten Kundenkontakt,
  • hohe Produktqualität und Frische,
  • Transparenz und Vertrauen,
  • Kommunikation auf Augenhöhe,
  • kurze Transportwege,
  • mehr Planungssicherheit und eine größere Unabhängigkeit von volatilen Märkten.

Im Vergleich von regionalen und überregionalen Strukturen wird deutlich, wie sich Wertschöpfungswege voneinander unterscheiden.

Zum Abschluss entwickeln die Teilnehmenden eine eigene Wertschöpfungskette, die sich potenziell auf dem eigenen (Ausbildungs-)Betrieb umsetzen ließe. Durch diesen Perspektivwechsel reflektieren sie mögliche Herausforderungen (zum Beispiel Logistik oder Lagerung) und vertiefen die Chancen regionaler Wertschöpfungsketten.

Eindrücke aus der Lernstation regionale Wertschöpfungsketten

Lerninhalte

Die Teilnehmenden…

  • lernen die Bedürfnisse der einzelnen Akteurinnen und Akteure innerhalb der Wertschöpfungskette kennen, 
  • erkennen die Chancen sowie Herausforderungen regionaler Wertschöpfungsketten sowie Unterschiede zu überregionalen Strukturen,
  • entwickeln gemeinsam ein Beispiel für eine eigene regionale Wertschöpfungskette.

Neben Vorteilen wie kurzen Transportwegen und hoher Transparenz schätzen wir den persönlichen Kontakt zwischen Landwirt*innen, Verarbeitenden, Vermarktenden und den Verbraucher*innen. Wenn Dir jemand direkt ins Gesicht sagt, wie gut das schmeckt, ist das wunderbar und bestärkend! 
Lucia Birkmeir, Ökojunglandwirtin.


Letzte Aktualisierung 03.06.2026

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