Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden für den Betrieb der Seite nur notwendige Cookies gesetzt. Details in unserer Datenschutzerklärung.
Lernstation Finanzen und Förderungen: Betriebswirtschaft und Gemeinwohlleistungen

Förderungen stabilisieren landwirtschaftliche Betriebe und vergüten öffentlich erbrachte Gemeinwohlleistungen. In dieser Station lernen die Teilnehmenden die Unterschiede in den Kosten- und Einnahmestrukturen ökologisch und konventionell wirtschaftender Betriebe kennen und verstehen die Zielsetzungen sowie die Rolle staatlicher Förderinstrumente.
Welche Rolle spielen Förderungen in landwirtschaftlichen Betrieben und was sind deren Ziele?
Ein Rollenspiel zeigt den Auszubildenden zum Einstieg, welche Entscheidungen und Veränderungen bei der Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise anstehen. Anschließend analysieren die Teilnehmenden die Besonderheiten der Kosten- und Einnahmestrukturen ökologisch wirtschaftender Betriebe. Dabei wird nachvollziehbar, warum Produktionskosten – etwa durch vielfältigere Fruchtfolgen, höhere Tierhaltungsstandards oder den Verzicht auf synthetische Betriebsmittel – höher sein können. Gleichzeitig wird deutlich, wie ökologische Betriebe zur Förderung von Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt, Gewässerschutz und Tierwohl beitragen. Die Auszubildenden verstehen, dass diese Leistungen oft ein Grund dafür sind, dass bestimmte Förderprogramme greifen und ökologische Betriebe gezielt unterstützt werden.
Im nächsten Schritt entscheiden die Auszubildenden selbst, wie Fördermittel in der Landwirtschaft verteilt werden sollten und welche Zielsetzungen – etwa Agrar-, Umwelt- und Klimaschutz-Maßnahmen oder der ökologische Landbau – Priorität erhalten. Danach wird die tatsächliche Verteilung von Fördermitteln in der EU mit den Entscheidungen der Teilnehmenden verglichen. Dabei erkennen die Auszubildenden, dass die Fördermittel der Gemeinsamen Agrarpolitik ein politisches Lenkungsinstrument sind, das ökonomische Anreize setzt und Leistungen vergütet, die vom Markt nicht ausreichend honoriert werden.
Zum Abschluss reflektieren die Teilnehmenden ihre neu gewonnen Erkenntnisse. Deutlich wird: Es gibt verschiedene Wege, einen landwirtschaftlichen Betrieb wirtschaftlich zu führen. Kosten, Einnahmen und Förderungen hängen eng zusammen, und die Wahl der Bewirtschaftungsweise – konventionell oder ökologisch – verändert diese Strukturen.
Lerninhalte
Die Teilnehmenden…
- erarbeiten eigenständig die Unterschiede der Einnahmen- und Kostenpositionen zwischen konventionellen und ökologischen Betriebe.
- erkennen, welche Gemeinwohlleistungen der Ökolandbau erbringt (zum Beispiel Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt, Gewässerschutz, Tierwohl).
- reflektieren den Einsatz von Fördermitteln im Rahmen der GAP 2024–2027 und verstehen, dass diese auch zur Honorierung gesellschaftlicher Leistungen eingesetzt werden.
Förderung in der ökologischen Landwirtschaft ist ein notwendiges politisches Signal. Die ökologische Landwirtschaft generiert neben der Produktion gesunder Lebensmittel einen wichtigen Mehrwert für die Gesellschaft, der nicht vollständig über Erlöse finanziert wird - somit sind Förderungen ein wichtiger Hebel, um ökologische Landwirtschaft wettbewerbsfähig zu machen. Judith van Wanum, Sozialpädagogin und Gemüsegärtnerin
Zu den weiteren Stationsthemen:
Weitere Infos im Web:
Letzte Aktualisierung 05.06.2026








