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Lernstation Kreislaufwirtschaft: Wie alles zusammenhängt – Tiere, Pflanzen und Nährstoffe

Die Natur basiert auf geschlossenen Stoffkreisläufen: Pflanzen wachsen, bilden Biomasse, werden gefressen oder zersetzt; aus der organischen Substanz entsteht durch mikrobiellen Abbau neuer Humus – die zentrale Grundlage der Bodenfruchtbarkeit. In ökologisch wirtschaftenden Betrieben werden natürliche Stoffkreisläufe gezielt genutzt und durch betriebliche Entscheidungen ergänzt.
Was bedeutet Kreislaufwirtschaft und warum ist diese im Ökolandbau so wichtig?
In dieser Lernstation stellen die Teilnehmenden einen Betriebskreislauf nach: Tierhaltung, Futter, Mist, Pflanzenbau, Bodenfruchtbarkeit und Betriebsmittel werden sortiert und miteinander verbunden. So wird sichtbar, wie Nährstoffe im Alltag eines Hofes wandern – und wo sie aus dem System verschwinden.
Dabei kommt die Frage auf, ob ein Betriebskreislauf überhaupt ganz geschlossen sein kann. Und wenn nicht: Wie lässt sich dennoch möglichst viel im Betriebskreislauf halten?
Mehr dazu erfahren die Berufsschülerinnen und Berufsschüler im interaktiven Fruchtfolge-Spiel. Darin vergleichen sie verschiedene Anbaufolgen und lernen, welche Kulturen den Boden stark beanspruchen und welche ihn aufbauen. Zudem erfahren sie, welche Rolle Leguminosen für die Stickstoffversorgung spielen und wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge die Bodenfruchtbarkeit langfristig fördert.
Aus all diesen Beobachtungen ergibt sich konkret, welche positiven Auswirkungen ein stabiler Betriebskreislauf hat:
- schonender Einsatz von Ressourcen,
- weniger Bedarf an zugekauften Betriebsmitteln,
- mehr Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen,
- bessere Voraussetzungen für stabile Erträge,
- langfristig fruchtbare Böden.
Zum Abschluss wandert der Fokus auf den eigenen (Ausbildungs-)Betrieb. Die Auszubildenden halten fest, wo deren Betriebskreisläufe schon gut funktionieren, wo Nährstoffe den Hof verlassen und welche Stellschrauben es gibt, um den Kreislauf weiter zu schließen.
Lerninhalte
Die Teilnehmenden …
- erfahren wie Kreislaufwirtschaft im ökologischen Landbau funktioniert,
- setzen sich damit auseinander, warum ein möglichst geschlossener Betriebskreislauf wichtig ist,
- finden heraus, welche Aufgaben und Stellschrauben sie selbst im Betriebskreislauf haben,
- übertragen das Wissen auf ihren eigenen Familien-/Ausbildungsbetrieb.
Ein geschlossener Betriebskreislauf ist für mich kein Ideal, sondern ein tägliches Ziel. Wenn Nährstoffe auf dem Hof bleiben – durch Kompost, Mist, Zwischenfrüchte oder eine gute Fruchtfolge – sparen wir Betriebsmittel und erhalten die Bodenfruchtbarkeit. Kreislaufwirtschaft bedeutet: nachhaltig wirtschaften mit den eigenen Ressourcen. Kalli Ammon, Landwirt
Zu den weiteren Stationsthemen:
Weitere Infos im Web:
Letzte Aktualisierung 03.06.2026










