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Wo Bio drauf steht...
Sei es aufgrund der artgerechten Tierhaltung, aufgrund der Umweltschutzleistungen oder aufgrund des höheren Gesundheitswerts: Die Empfehlung "Kauft mehr Bioprodukte!" kommt mittlerweile von vielen Seiten, auch die Schülerinnen und Schüler werden mit dieser Aufforderung konfrontiert.
Doch woran erkenne ich Bioprodukte wirklich? Was bedeuten die vielen verschiedenen Biosiegel und -logos? Und ist alles "Bio", wo "Bio" drauf steht? Diesen Fragen gehen die Schülerinnen und Schüler mit dieser Unterrichtseinheit auf den Grund.
Hier finden Sie den Erklärfim "Wie erkenne ich Bio-Lebensmittel?"
Unterrichtsskizze
Einstieg
Die Lehrkraft präsentiert als stillen Impuls eine Lebensmittelverpackung mit verschiedenen (Bio-)Kennzeichnungen und leitet die Schülerinnen und Schüler zu der Diskussion über die Bedeutung der Label.
Erarbeitung
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten den Sachtext T 1 und erstellen aus den gewonnenen Informationen Steckbriefe zum EU-Bio-Logo und dem deutschen Bio-Siegel. Wenn die Schülerinnen und Schüler noch wenig geübt darin sind, die wesentlichen Informationen eines Textes zusammenzufassen, können sie den Arbeitsauftrag A 1 als Unterstützung verwenden. Andernfalls können die Schülerinnen und Schüler die Informationen selbst zusammenstellen und eigene Kreativität bei der Ausgestaltung der Steckbriefe beweisen.
Ergänzend zu den beiden Logos können auch die Logos der ökologischen Anbauverbände thematisiert werden. Hierfür sollten die stärkeren Schülerinnen und Schüler Kurzreferate zu den Besonderheiten der jeweiligen Verbände vorbereiten. Die Mitschülerinnen und Mitschüler füllen analog zu Arbeitsauftrag A 1 hierzu die Steckbriefe aus, die wiederum von der Referentin oder dem Referenten kontrolliert werden.
Hier finden Sie eine Übersicht der Anbauverbände. Ergänzend zur Kennzeichnung durch Logos sollten die Schülerinnen und Schüler sich in diesem Zusammenhang auch mit der Frage beschäftigen, wie viel "Bio" in einem ökologischen Lebensmittel enthalten sein muss. Hierzu bearbeiten sie Arbeitsauftrag A 2. Bei der Erstellung und Berechnung der eigenen Rezepte benötigen die meisten Schülerinnen und Schüler Hilfe. Welche Mengen haushaltsüblichen Maßeinheiten entsprechen und welches Gewicht beispielsweise ein durchschnittliches Brötchen hat, kann mithilfe der MONICA-Mengenliste ermittelt werden. Im BLE-Medienservice finden Sie die Liste zum Download.
Sicherung
Als sichernde Hausaufgabe suchen die Schülerinnen und Schüler sich eigenständig ein Biolebensmittel aus und stellen dieses anhand eines Steckbriefes (Arbeitsauftrag A 3) vor.
Die Unterrichtseinheit "Wo Bio drauf steht ..." sowie weitere Informationen können Sie hier als Word-Datei und als PDF-Datei herunterladen.
Zeitaufwand für die Unterrichtsdurchführung
In Abhängigkeit vom Wissensstand der Schülerinnen und Schüler und ihrer Erfahrung mit dieser Lernmethode etwa eine bis zwei Unterrichtseinheiten (bei 45-Minuten-Takt).
Ideen und Anregungen
- Die Schülerinnen und Schüler können die Rezepte aus Arbeitsauftrag A 2 - vielleicht in Bioqualität - nachkochen. Je nach Rezept sind die entsprechenden Zutaten und Kochutensilien bereitzustellen.
- Die Frage, worauf beim Einkauf geachtet werden soll, kann in einem Expertengespräch bearbeitet werden. Mögliche Ansprechpartner sind die Referenten der lokalen Verbraucherzentralen.
- Bei einem Besuch eines Lebensmittelverarbeitenden Unternehmens können die Schülerinnen und Schüler mit Experten über den Einsatz der Logos sprechen.
- Schnelle Schülerinnen und Schüler können nach der Bearbeitung der Arbeitsaufträge zusätzlich ein Quiz zum staatlichen Bio-Siegel machen. Dieses kann im Service-Bereich von Oekolandbau.de unter 5. Verbraucher kostenlos heruntergeladen werden.
Empfohlene Fächer
Biologie, Ernährungslehre, Hauswirtschaftslehre
Lehrplanbezug
Die Unterrichtseinheit weist viele Bezüge zu den Bildungsplänen der Sekundarstufe I der Länder auf. Die Arbeitsmaterialien lassen sich individuell an Lernstand und Arbeitsweise der jeweiligen Schulform und Jahrgangsstufe anpassen.
Für die Umsetzung der Einheit in der Sekundarstufe I bietet sich die Anknüpfung an einen Themenkomplex wie "Gesundheits- und umweltbewusstes Leben" und "Verbraucherentscheidungen und Konsum" an.
Kompetenzziele
Die Schülerinnen und Schüler ...
- filtern aus einem Sachtext die wesentlichen Informationen und fassen diese zusammen.
- recherchieren Informationen aus verschiedenen Medien.
- ordnen (Online-)Quellen kritisch ein.
- kennen Produktkennzeichnungen für Biolebensmittel und nutzen diese für ihre Konsumentscheidung.
- beschaffen und erfassen Produktinformationen, werten sie aus und beurteilen sie.
- erläutern die Bedeutung der Lebensmittelkennzeichnung und unterscheiden zwischen fakultativen und obligatorischen Angaben.
- wenden die Prozentrechnung am Beispiel von Rezepten an und überprüfen damit die 5 Prozent-Regelung.
Literatur und Links
Interessantes auf Oekolandbau.de
- Verpackung und Kennzeichnung von Biolebensmitteln
- Einsteigerfragen zu Biolebensmitteln
- Informationen zur 95 Prozent-Regelung
- Übersicht über die ökologischen Anbauverbände
BZL-Medien
Informationsbroschüren, Lehrmaterialien und Plakate zu verschiedenen Themen im Bereich der Landwirtschaft und Ernährung können Sie über den BLE-Medienservice bestellen oder dort direkt herunterladen.
Weblinks
- Informationen zum deutschen Bio-Siegel
- Label Online der Verbraucherinitiative e. V.
- Portal Lebensmittelklarheit.de des Bundesverbands der Verbraucherzentralen
- Nachgefragt: 28 Antworten zum Stand des Wissens rund um Öko-Landbau und Bio-Lebensmittel (BÖLW, PDF-Datei)
- Verbraucherportal des Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
- Schulportal mit Materialkompass des Bundesverbands der Verbraucherzentralen
- Schulmaterialien des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU): "Ist das Bio?"



