Gute Grassilage im Bio-Betrieb – Qualität sichern, Nährstoffe erhalten
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Wie wäre es in diesem Sommer mit einem Campingurlaub auf dem Bauernhof? Dort können Sie alle Attraktionen der Ferienbauernhöfe genießen, ohne auf das Campingflair zu verzichten! Kurzzeitcamperinnen und Kurzzeitcamper können mit einer Camping-App günstig einen Stellplatz am Hof oder auf einer Wiese bekommen. Wer länger verweilen will, sucht sich einen Bauernhof mit Campingplatz. Wie Sie einen geeigneten Stellplatz finden, verraten wir Ihnen im Beitrag.
Ja, aber nur mit Erlaubnis. Grundsätzlich ist in Deutschland das wilde Campen in der Natur verboten. Das gilt auch für landwirtschaftliche Flächen, die Bauernhöfen, Kommunen oder Privatleuten gehören. Wer sein Zelt also auf einer idyllischen Wiese aufschlagen möchte, muss die Landwirtin oder den Landwirt um Erlaubnis fragen. Das betrifft natürlich auch Campingmobile, und seien sie noch so klein. Allerdings gilt das Biwakieren (Schlafsack und Isomatte) und Tarpen (Schlafsack mit Plane) als Grauzone.
Einen Wohnmobilstellplatz auf dem privaten Grundstück zu errichten, ist gesetzlich erlaubt, wenn
Die Regeln variieren jedoch je nach Bundesland. Daher rät der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland Landwirten und Landwirtinnen grundsätzlich dazu, vor der Ausweisung von Stellplätzen mit ihrer Kommune Kontakt aufzunehmen.
Bauernhöfe, die größer einsteigen möchten, müssen ein campingplatzähnliches Gewerbe anmelden und gewisse Auflagen erfüllen. Mittlerweile gibt es immer mehr Bauernhöfe mit Campingplätzen. So verfügt beispielsweise ein Bio-Bauernhof am Gardasee über dreißig Stellplätze für Wohnmobile und einen Zeltplatz. Hier müssen Wohnmobilisten dann die auf Campingplätzen üblichen Gebühren zahlen.
Campen auf dem Bauernhof oder im Weingut eignet sich ideal für Menschen, die den Trubel auf den großen Campingplätzen meiden möchten. Familien können hier genau wie beim klassischen Urlaub auf dem Bauernhofin der Ferienwohnung Landwirtschaft live erleben und Lebensmittel aus erster Hand genießen. Kinder haben viel Platz zum Toben und knüpfen Kontakte zu Kuh und Co. Eingefleischte Camperinnen und Camper bekommen eine Abwechselung zum klassischen Campingplatz. Hunde sind ebenfalls willkommen.
Im Vergleich zur Ferienwohnung ist das Campen noch naturnäher und vor allem preisgünstiger. Es sei denn, die Gäste mieten ein Luxuszelt auf einem Bauernhof. Dieser Mix aus Glamour und Camping (Glamping) ähnelt dann aber eher dem Aufenthalt in einer Ferienwohnung.
Höfe mit Stellplätzen lassen sich über diverse Online-Portale herausfinden. Dabei gibt es auf Camping oder auf Landurlaub spezialisierte Anbieter. Allerdings ist es gar nicht so einfach, sich aus der Flut von Angeboten den passenden Hof herauszusuchen. Hier ein Überblick über wichtige Portale:
Darüber hinaus gibt es regionale und interessante einzelne Anbieter. Zum Beispiel in:
Weitere Anbieter gerne melden unter info@oekolandbau.de
Der Berliner Verlag bietet seit zwölf Jahren einen Stellplatzführer auf Bauernhöfen an: zunächst als Buch, jetzt als App. Wer die nutzen möchte, schließt bei Landvergnügen eine jährliche Mitgliedschaft (69,90 Euro) ab.
Gäste können mit ihrer Jahresmitgliedschaft für jeweils 24 Stunden bei den schönsten Käsereien, Schafhöfen, Brauereien, Weingütern, Fischzuchtbetrieben usw. in Deutschland, Österreich und der Schweiz verweilen. Gut die Hälfte der 2100 Betriebe sind Bio,
erläutert Projektleiterin Daniela Pensold.
So ein Höfehopping empfiehlt sich für die Durchreise in den Süden oder einen abwechslungsreichen Urlaub. Die Reisenden revanchieren sich für die Gastfreundschaft durch einen Einkauf im Hofladen, indem sie im Hofcafé einkehren oder eine Aktivität buchen. Für Services wie Strom, Wasser und WC zahlen sie je nach Hof einen Obolus oder spenden.
Wir wurden auf dem Bio-Hof Mertens Wiesbrock bei Gütersloh herzlich empfangen und standen auf einer Streuobstwiese zwischen alten Apfelbäumen. Die Lebensmittel für Frühstück und Abendessen konnten wir im Hofladen mit Bio-Vollsortiment kaufen, darunter Gemüse und Obst aus eigenem Anbau. Wir kommen bestimmt wieder,
schwärmt Camperin Anne.
Text: Jutta Schneider-Rapp, Ökonsult
Letzte Aktualisierung 10.02.2026