Oekolandbau.de: Welche Art von Unterstützung würden Sie sich von Forschung, Beratung oder vielleicht auch von anderen Betrieben wünschen?
Evgeni Bratovanov: Ich denke, dass der spezielle Fall der kleinen Pilzzuchtbetriebe es den Landwirtinnen und Landwirten erschwert, staatliche Förderprogramme leicht in Anspruch zu nehmen. Kleine Pilzbetriebe sollten bei den anfänglichen Investitionen unterstützt werden, insbesondere im Hinblick auf Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen. Beratung könnte jungen Landwirtinnen und Landwirten, gerade zu Beginn der Produktion, viel Zeit und Geld sparen. Dieser Schritt sollte daher so zugänglich wie möglich gestaltet werden. Ebenso wichtig wäre die Beratung in einer späteren Phase, wenn bereits Erfahrung gesammelt wurde und der Betrieb sich professionalisieren möchte.
Oekolandbau.de: Was raten Sie anderen landwirtschaftlichen Betrieben oder auch Quereinsteigerinnen sowie Quereinsteigern, die mit dem Gedanken spielen, in den Pilzanbau einzusteigen?
Evgeni Bratovanov: Ich ermutige jeden, der bereit ist, in eine völlig andere Welt der Landwirtschaft einzutauchen, diesen Schritt zu wagen. Obwohl dieser Weg viele Herausforderungen und unbefestigte Straßen mit sich bringt, wird die Pilzanbau weiter an Dynamik gewinnen und Pilze zu einem immer wichtigeren Bestandteil unseres täglichen Lebens machen.