Jede Küche, die anfängt Bio-Produkte einzusetzen, sollte die Umstellung in eine ganzheitliche Strategie für eine nachhaltige Ernährung einbetten. Drei Konzepte zeigen, worauf es dabei ankommt.
Bereits 2012 entwickelten Koerber et al. sieben Grundsätze einer nachhaltigen Ernährung, die auch heute noch hilfreiche Orientierungspunkte für die Praxis geben:
- Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel (überwiegend lakto-vegetabile Kost)
- Ökologisch erzeugte Lebensmittel
- Regionale und saisonale Erzeugnisse
- Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel
- Fair gehandelte Lebensmittel
- Ressourcenschonendes Haushalten
- Genussvolle und bekömmliche Speisen
Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) formuliert diese vier zentralen Ziele - "big four" - einer nachhaltigen Ernährung in seinem Gutachten:
- Gesundheit: eine gesundheitsförderliche Ernährung
- Soziales: eine Ernährung, die soziale Mindeststandards entlang von Wertschöpfungsketten gewährleistet.
- Tierwohl: eine Ernährung, die mehr Tierwohl unterstützt und damit sich wandelnden ethischen Ansprüchen der Gesellschaft gerecht wird.
- Umwelt: eine umwelt- und klimaschützende Ernährung, die zu den mittel- und langfristigen Nachhaltigkeitszielen Deutschlands passt.
Angesichts der globalen Herausforderungen im Bereich Gesundheit und Nachhaltigkeit gewinnt das von der EAT-Lancet Kommission entwickelte Konzept der Planetary Health Diet immer mehr an Bedeutung. Bei diesem Konzept steht gleichermaßen der Schutz der Gesundheit des Menschen und der Erde im Fokus.
Für die Küchenpraxis interessant ist dabei, dass in diesem Konzept ganz konkrete Empfehlungen für die Auswahl an Lebensmitteln erstellt wurden.