Bio-Landwirtschaft verpflichtet sich zu einer artgerechten Tierhaltung. Die Tierhaltung muss so gestaltet werden, dass die Tiere ihren natürlichen Bedürfnissen wie Futteraufnahme, Körperpflege, Sozialkontakten, Fortbewegung und Ruhe nachgehen können. Die Haltung auf Spaltenböden ist verboten, den Tieren muss Einstreu aus organische Materialien zur Verfügung gestellt werden. Die Fütterung erfolgt mit bio-zertifiziertem Futter.
Der Mist, den die Tiere produzieren, kommt im Sinne der Kreislaufwirtschaft wieder auf den Acker und liefert den Pflanzen Nährstoffe. Damit nicht mehr Mist entsteht, als die Pflanzen auf dem Acker brauchen, ist die Anzahl der Tiere, die Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern halten dürfen, begrenzt. Sie ist abhängig von der Fläche des Betriebes. Dies nennt man flächengebundene Tierhaltung. Sie trägt dazu bei, die Belastung von Boden und Wasser einzuschränken.
Wirtschaftliche Aspekte der ökologischen Landwirtschaft
Die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft erfordert Investitionen und eine genaue Planung, kann sich jedoch langfristig lohnen – durch staatliche Förderprogramme, steigende Nachfrage und den Zugang zu einem wachstumsstarken Bio-Markt.
Wer Ökolandbau betreibt, muss mit einem erhöhten Arbeitsaufwand etwa bei der Unkrautregulierung und dem Pflanzenschutz rechnen. Darüber hinaus können je nach angebauter Kultur die Bio-Erträge geringer ausfallen als auf konventionell bewirtschafteten Flächen. Der zusätzliche Aufwand wird aber in der Regel mit höheren Preisen für Bio-Produkte und einer höheren Resilienz des Betriebes und der Wertschöpfungsketten entlohnt.