Winterweizensorten im Hinblick auf sekundäre Pflanzenstoffe

Winterweizensorten im Hinblick auf sekundäre Pflanzenstoffe

Das Forschungsvorhaben hatte zum Ziel, Unterschiede zwischen ökologisch und konventionell gezüchteten Winterweizensorten in der Zusammensetzung und im Gehalt der sekundären Pflanzenstoffen aufzeigen und zu erforschen, wie unterschiedlich gezüchteten Sorten auf regionale Unterschiede von Bodenbeschaffenheit und Klima hinsichtlich sekundärer Pflanzenstoffe reagieren. Es wurden Öko-Sorten und konventionelle, aber im Öko-Landbau verbreitete, Sorten ausgewählt und an drei unterschiedlichen Standorten getestet.

Vergleich verschiedener ökologisch und konventionell gezüchteten Sorten

Sieben Winterweizensorten wurden auf den Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen untersucht. Hierbei unterscheiden sich die Öko-Sorten nicht von den konventionellen Sorten.

  • Aus ernährungsphysiologischer Sicht erscheint es nicht sinnvoll, ökologisch oder konventionell gezüchtete Winterweizensorten im Hinblick auf die Konzentration sekundärer Pflanzenstoffe zu unterscheiden.
  • Verbraucherinnen und Verbraucher sollten aufgeklärt werden, dass die meisten phenolischen Verbindungen sowie die Tocochromanole in den äußeren Zellwänden gebunden sind. Sie kommen vor allem in der Kleie und im Keimling vor. Damit hat Vollkornmehl einen höheren physiologischen Wert und höheren Nutzen für die Gesundheit als raffiniertes Weizenmehl.

Der Jahres- und der Standorteinfluss auf die bioaktiven Substanzen war größer als der Sorteneinfluss.
(Meike Oltmanns)


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