Platzierungsmodelle im LEH

Platzierung der Biowaren

Die Präsentation Ihres Biosortimentes sollte Ihr Biokonzept wiederspiegeln. Dabei müssen die Produktpräsentation selbst, die Warenplatzierung und die Regalbestückung Ihre Kundinnen und Kunden direkt ansprechen.

Eine optimale Präsentation Ihres Biosortimentes erreichen Sie, wenn Sie folgende Hinweise bedenken:

  • Ein durchgängiges Platzierungskonzept im Geschäft unter Berücksichtigung von verkaufsstarken Zonen und typischen Verhaltensweisen Ihrer Kundschaft wie Blick- und Griffrichtung, Wege und Laufgeschwindigkeiten.
  • Einen maximalen Platz, den Sie dafür in Kühltheken, -regalen oder Regalen einräumen.
  • Die richtige Strategie in der Regalplatzierung (Frontreihen, Griff- und Sichtzonen)
  • Eine konsequente Kommunikation der Biomarken in Ihrem Geschäft durch die Hersteller oder Sie selbst.
  • Bioleitsysteme für Ihre Kundschaft zur Orientierung z.B. klare, auffällige Bioproduktgestaltung, Regalstopper, Deckenhänger.
  • Verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Ordnung, Griff-Lücken, Sauberkeit und die Regalbestückung sichern. Checklisten, Regalspiegel (evtl. vom Hersteller) und Schulungen sind hier wichtige Hilfen.

Platzierungsmodelle

Folgende Möglichkeiten der Platzierung für Bioprodukte haben sich im LEH bisher durchgesetzt und sollten passend zu Ihrer "Biostrategie" gewählt werden.

Blockplazierung

Bioprodukte werden im Block präsentiert, meist verbunden mit entsprechenden Sonderregalen oder Aufstellern.

Vorteil: Eignet sich sehr gut zur Markenprofilierung (Eigenmarke, Herstellermarke), und Biostammkunden finden die Bioprodukte schneller.

Nachteil: Ein konventionelles Produkt, das bereits im Einkaufskorb liegt, wird meist nicht wieder zurückgestellt, wenn man bei den Bioprodukten das entsprechende Biopendant dazu findet. Biogelegenheits-Kundinnen oder -Kunden werden kaum angesprochen.

Sortimentseinstreuung - im Lebensmitteleinzelhandel

Die Bioprodukte werden innerhalb der Warengruppen neben den entsprechenden konventionellen Produkten platziert.
Hier stößt ein Bioneuverwender bei "seinen" Produkten am gewohnten Platz auf Bioalternativen oder wird so eher zum Erstkauf animiert. Biogelegenheitskäufer können so direkt vergleichen und jeweils entscheiden.

Vorteil: Höhere Käuferreichweite. Besserer Zugang zu Beiverwendern.

Nachteil: Zur schnelleren Orientierung ist ein Bioleitsystem äußerst hilfreich.

Mischplatzierung

Um die Vorteile der einzelnen Platzierungsmodelle zu nutzen, ist oft eine Kombination sinnvoll. So können z.B. klassische Naturkostsortimente (Müsli, Aufstriche) im Block platziert werden. Gleichzeitig werden andere Bioprodukte, wie beispielsweise Nudeln oder Convenience-Erzeugnisse in das Standard-Sortiment eingestreut. Es ist absehbar, dass sich diese Lösung nicht als dauerhaft etablieren wird. Aber bisher zeigten sich mit dieser Platzierungsstrategie gute Erfolge.

Vorteil: Sie treffen sowohl die Biointensiv-Käufer als auch die Bioerstverwender.

Nachteil: Umsatzstarke Produkte und Produkte mit Signalcharakter müssen doppelt platziert werden.

Shop in Shop Platzierung

Mit diesem Konzept wird das Bioangebot deutlich vom restlichen Sortiment abgegrenzt und Sie werden zum Fachhändler für Bioprodukte. Dieses Konzept sollte nur dann angegangen werden, wenn es mit einer langfristigen Biostrategie verbunden ist. Denn die Anlaufzeit für ein solches Konzept ist nicht zu unterschätzen. Die Erfolgspotenziale allerdings auch nicht.

Vorteil: Übersichtlichkeit für Ihre Kunden. Profilaufbau bei Ihren Kunden.

Nachteil: Entsprechend großzügige Platzgestaltung und Fachkompetenz sind Mindest-Voraussetzungen für ein solches Konzept.

Letzte Aktualisierung 21.10.2015

BÖLW – Zahlen, Daten, Fakten

Grafik: Weltkugel

Zahlen und Fakten zur Biobranche in Deutschland

Zur BÖLW-Webseite

Nach oben