Bäuerinnen sind heute Unternehmerinnen, Fachkräfte und Innovatorinnen. Sie führen Betriebe, treffen strategische Entscheidungen, entwickeln neue Einkommensstandbeine, engagieren sich im Dorf und sind das Rückgrat vieler familiengeführter landwirtschaftlicher Betriebe. Viele Bäuerinnen leisten nach wie vor einen großen Teil der unbezahlten Arbeit – im Betrieb oder in der Familie. Das muss sichtbar gemacht und wirtschaftlich abgesichert werden.
Landwirtinnen müssen stärker gehört werden
Mir ist es deshalb wichtig, sie gezielt zu stärken. Aus Landes- und EU-Mitteln fördern wir Vorträge, Seminare und Fortbildungen, damit Bäuerinnen ihr Fachwissen vertiefen und tragfähige Netzwerke aufbauen können. Dafür erhält der LandFrauenverband Schleswig-Holstein jährlich 8.000 Euro.
Darüber hinaus werden über das EU-Förderprogramm für nachhaltige Entwicklung im Ländlichen Raum (ELER) Fortbildungen der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein gefördert, an denen bereits zu 35 bis 40 Prozent Frauen teilnehmen. Speziell für Frauen gibt es dort auch gezielte Qualifizierungsangebote wie etwa die "BüroAgrarFachFrau".
Der enge Austausch unter Landwirtinnen ist mir besonders wichtig. Ihre wertvollen Erfahrungen, Perspektiven und Anliegen müssen stärker gehört werden – in der Landwirtschaft ebenso wie in politischen Entscheidungsprozessen. Dafür setze ich mich ein.
Cornelia Schmachtenberg (CDU), Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein (MLLEV)