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Weitere Projekte:
Nachhaltige Entwicklung und Ernährungssouveränität: Wertschöpfung durch Gemeinwohl (NEUEWEGE)
Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Food Hub Leipzig Modells (Hybrid) als Bündelungsinstrument für regional und nachhaltig erzeugte Produkte, das gleichzeitig die Kooperation und Netzwerkbildung innerhalb der bio-regionalen Wertschöpfungsketten anregt und zu einer Steigerung der Nachfrage nach regionalen Produkten führt. An der Pilotphase nehmen fünf bis sechs Testkantinen teil, in denen die größtenteils über den Food Hub bezogenen Produkte für die Erstellung strategischer Speisepläne nach den Grundsätzen der Planetarischen Gesundheitsdiät (Planetary Health Diet) verwendet werden. Dabei werden die Kriterien regional-saisonale Verfügbarkeit, individueller Bedarf je nach Zielgruppe, Beschaffungspreis, Verarbeitungsstufen, Saisonalität, ernährungskulturelle Aspekte sowie kulinarische Machbarkeit und sensorische Aspekte berücksichtigt. Die Pilotphase wird von Aufklärungskampagnen und Menü-Feedbackformularen begleitet. Darüber hinaus werden die durch dieses Modell generierten Gemeinwohlleistungen berechnet, mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung auf der Unterzielebene verknüpft und in das integrative Indikatorenmodell SustainScore übertragen, um die Leistungen und Auswirkungen (in den Dimensionen Umwelt, Soziales, Wirtschaft und Esskultur) der geschaffenen bio-regionalen Wertschöpfungsketten zu bewerten. Letztlich soll der Food Hub auch als Instrument des Wissenstransfers dienen und zum Kapazitätsaufbau beitragen.
- Laufzeit: 01.07.2023 bis 30.06.2026
- Ausführende Einrichtungen: Universität Kassel-Witzenhausen in Kooperation mit dem Think Tank Regionalwertforschung und der ANSTALT für Koch- und Lebensmittelkultur Leipzig sowie der Stadt Leipzig (Klimaschutzleitstelle)
- Hier finden Sie die Präsentation der Online-Veranstaltung vom 26. Februar 2025.
Aufbau regionaler Bio-Wertschöpfungsketten und Logistikstrukturen für die Gemeinschaftsverpflegung in Oberfranken (WSK Oberfranken)
Ziel des Projektes ist es, ein oberfrankenweites Nahrungs-Netzwerk mit regionalen Logistikstrukturen für Bio-Produkte aufzubauen. Es soll ein regionaler Wertschöpfungsraum mit vielfältigen Kooperationen entstehen, der die Bio-Regionale Versorgung von vor allem Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen ermöglicht.
Regionale Landwirte, Weiterverarbeiter, Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen und Logistiker sollen vernetzt werden und dadurch regionale Liefer- und Logistikketten aufgebaut werden. Dafür sollen die verschiedenen Akteure in Oberfranken in Runden Tischen zusammenkommen, um die Vernetzung und den Austausch untereinander zu stärken. Dadurch sollen neue Wertschöpfungsketten in der Region entstehen und das Angebot für die Kantinen und andere Abnehmer erweitert werden. Vor allem soll es mittelständischen und kleinen Betrieben ermöglicht werden, (Groß-)kantinen zu beliefern. Deshalb die Kooperation mit den Freigärtnern KG-Bio-Lieferservice, die bereits erste Lieferbeziehungen in Oberfranken etabliert haben. Anknüpfend sollen weitere wirtschaftliche Beziehungen entstehen, wodurch die Vermarktung von lokalen Produkten erleichtert wird, aber auch ein unkompliziertes Angebot für die Abnehmer geschaffen werden soll.
Darüber hinaus entsteht eine Kooperation mit der Regionalwert AG Franken, wodurch ein guter Kontakt zu vielen Erzeuger- und Verarbeiterbetrieben in der Region besteht. Der Ernährungsrat übernimmt eine Art Vermittlerrolle und tritt an neue Produzenten, Unternehmen und Großküchen heran, die sich einer Wertschöpfungskette anschließen könnten.
Neben den genannten Akteuren haben auch Kommunen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Projektes, insbesondere vor dem Hintergrund des bayerischen Ministerratsbeschluss, bis 2030 50% bio und/oder regionale Produkte in öffentlichen Kantinen anzubieten. Daher ist es uns wichtig, die Idee der Ernährungswende weiter in die Kommunen zu tragen und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure und der lokalen Verwaltung zu stärken.
- Laufzeit: 01.05.2024 bis 30.04.2027
- Wertschöpfungsbereich: Erzeugung, Verarbeitung, Logistik, Außer-Haus-Verpflegung
- Produkt: Getreide, Bio-Weiderindfleisch, Eier, Kartoffeln usw. für die Gemeinschaftsverpflegung
- Region: Bayern/Oberfranken
- Wertschöpfungskettenmanagerin: Maria-Clara Hoh, maria-clara.hohernaehrungsrat-oberfrankende
- Website:Ernaehrungsrat-Oberfranken.de
- Hier finden Sie die Präsentation zur Online-Veranstaltung
Öko-Weintourismus – Innovative und nachhaltige Vermarktungsstrategie von Öko-Weingütern mit erhöhter Wertschöpfung (OekoWTour)
Weintourismus und die damit eng verbundene Direktvermarktung ist der wichtigste Verkaufskanal von selbstvermarktenden Weingütern in Deutschland. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen die zunehmende Bedeutung von Weintourismus und, dass Öko-Weingüter mehr in den Fokus von Konsumenten rücken. Aufgrund dieser Ergebnisse wird davon ausgegangen, dass weintouristische Angebote von Öko-Betrieben auf positive Resonanz stoßen und ein wichtiger Bereich der Branche werden. Jedoch fehlen grundlegende Informationen und es existiert kein strategischer Plan für die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Absatzkanäle von Öko-Weingütern mit Fokus auf Öko-Weintourismus.
Entsprechend der hier beschriebenen Problemstellung hat dieses Projekt vier Hauptziele:
- Mithilfe einer Kombination von qualitativen und quantitativen Methoden die Struktur der Vermarktungskanäle von Öko-Wein zu untersuchen.
- Weinbaubetriebe über ihre Einstellungen und Motivation zum Öko-Weintourismus zu befragen.
- Besucherinnen und Besucher von Öko-Weingütern zu analysieren, um die Konsumentenpräferenzen und die Bedeutung der touristischen Angebote aus ihrer Perspektive zu beleuchten.
- Die Situation auch von der Seite der Verbände und Tourismus-Expertinnen une -Experten zu untersuchen, um herauszufinden, wie sie die Entwicklung und Rolle von Weintourismus in ländlichen Regionen wahrnehmen.
Aufbauend auf diesen Ergebnissen soll in einem zweiten Schritt ein Maßnahmenkatalog ausgearbeitet werden, der den Verbänden und einzelnen Erzeugern von deutschem Öko-Wein eine Entwicklungsstrategie hin zu nachhaltigem Öko-Weintourismus an die Hand gibt. Dieser Katalog soll ökologische, ökonomische und soziale Maßnahmen im Bereich Weintourismus beschreiben und Optionen der lokalen Zusammenarbeit aufzeigen. Diese Maßnahmen sollen dabei helfen, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Öko-Weine zu verbessern und zur erhöhten Wertschöpfung beizutragen.
- Laufzeit: 01.10.2023 bis 30.09.2026
- Ausführende Einrichtung: Hochschule Geisenheim
- Hier finden Sie die Präsentation zur Online-Veranstaltung
Verwendung ökologischer Rohstoffe aus Mischkultur in regionalen Wertschöpfungsketten als Reallabor (VORWERTS)
Das Forschungsvorhaben VORWERTS untersucht und bewertet die Adoption agrarökologischer Innovation und transformatives Handeln am Beispiel von Weizen-Körnerleguminosen-Mischkultur im Reallabor. Acht regionale Bio-Wertschöpfungsketten werden dazu partizipativ in den Forschungsprozess eingebunden.
Das Gesamtziel des Forschungsvorhabens ist es, die Adoption agrarökologischer Innovation und transformatives Handeln am Beispiel von Weizen-Körnerleguminosen-Gemenge zur menschlichen Ernährung unter Praxisbedingungen zu erforschen und optimieren. VORWERTS liefert dabei Anleitungen für die transdisziplinäre Praxisforschung und erarbeitet konkrete Handlungsempfehlungen zur Anwendung und Verbreitung von Weizen-Körnerleguminosen-Mischkulturen in regionalen Bio-Wertschöpfungsketten. Dieser 'use case' soll als 'Blaupause' für zukünftige Reallabore und die strukturierte Begleitungen einschlägiger agrarökologischer Transformationsprozesse dienen.
Das Gesamtziel von VORWERTS ist folgendermaßen gegliedert:
- Bewertung und Optimierung agrarökologischer Innovation entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Primärerzeugung bis zu den Konsumentinnen und Konsumenten am Beispiel der Mischkultur von Winterweizen und Körnerleguminosen für die Backwarenherstellung
- Bewertung und Optimierung der Produktions- und Verarbeitungsprozesse von Mischkultur-Backweizen entlang der Wertschöpfungskette (Anbau, Ernte, Aufbereitung, Verarbeitung, Vermarktung)
- Untersuchung und Bewertung der öko-funktionalen Intensivierung durch Speisedruschfruchtgemenge und der Potenziale einer Entkopplung der Landnutzungskonkurrenz (Futterproduktion versus menschlicher Ernährung) durch Mischkultur
- Etablierung eines praxisnahen Forschungsansatzes zur Analyse und Umsetzung agrarökologischer Innovation in regionalen Bio-Wertschöpfungsketten als sogenanntem 'Reallabor'
- Analyse und Förderung transformativen Handelns durch Ko-Produktion von Wissen unter Einbeziehung aller Akteur*innen von der Erzeugung bis zum Endverbrauch.4
Wichtige Daten:
- Laufzeit: 01.07.2023 bis 30.06.2026
- Ausführende Einrichtung: Universität Kassel - Fachbereich 11 Ökologische Agrarwissenschaften
- Hier finden Sie die Präsentation zur Vorstellung des Projekts
Mehrwert für Mensch und Natur- Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten für probiotischen Bio-Wein (WSKProBioWein)
Ziel ist es, mit dieser Bewirtschaftungsform die Pilzanfälligkeit der Reben durch pilzwiderstandsfähige Sorten und den Einsatz von Kompost-Tee und effektiven Mikroorganismen zu erhöhen und dadurch den Einsatz von Kupfer- und Netzschwefel erheblich reduzieren zu können.Im Projekt sollen mehrere regionale Wertschöpfungsketten für probiotischen Bio-Wein in Deutschland aufgebaut und etabliert werden, um mögliche negative Umweltauswirkungen im Weinbau zu reduzieren.
- Laufzeit: 01.06.2024 bis 30.05.2027
- Ausführende Einrichtung: Bioland Erzeugerring Bayern e. V.
- Hier finden Sie alle Informationen zum Projekt
- Hier finden Sie die Präsentation zur Vorstellung des Projekts
Einfluss des Bio-Weinbaus auf die ökologische Nachhaltigkeit am Beispiel der Modellregion Rheingau (EINSTEIN)
Ziel des Projektes ist die Quantifizierung des Beitrages des Bio-Weinbaus zur ökologischen Nachhaltigkeit in der Weinbauregion Rheingau. Hierfür wird in Kooperationen mit verschiedenen Praxispartnern analysiert, wie sich die Umweltwirkung des Weinbaus im Rahmen der Betriebsumstellung von integrierter auf ökologische Bewirtschaftung bezüglich Klima, Biodiversität, Gewässerschutz, Bodenfruchtbarkeit sowie Ressourceneffizienz auswirkt. Dadurch erhoffen sich die Antragsteller eine klare Charakterisierung der Stärken und Schwächen des Bioweinbaus im Rheingau in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit.
- Laufzeit: 01.07.2023 bis 30.09.2026
- Ausführende Einrichtung: Hochschule Geisenheim
Wertschöpfungskette für regional erzeugte ökologische Speiseleguminosen und daraus hergestellte Nahrungsmittel (WSKBioLegu)
Übergeordnetes Ziel ist der Aufbau regionaler, tragfähiger Bio-Wertschöpfungsketten für verschiedene Speiseleguminosen und daraus hergestellte Lebensmittel, angefangen von der Saatgutverfügbarkeit über die Rohwarenerzeugung und die Verarbeitungsstufen bis hin zur Vermarktung der Lebensmittel. Es sollen in der Projektlaufzeit mehrere Wertschöpfungsketten für verschiedene Speiseleguminosen aufgebaut werden. Der Fokus liegt zunächst auf Bio-Kichererbsen und Bio-Trockenbohnen, im weiteren Projektverlauf werden für weitere Kulturen, wie Linsen, Lupinen und Trockenerbsen Wertschöpfungsketten entwickelt.
- Laufzeit: 01.03.2024 bis 28.02.2027
- Zuwendungsempfänger: Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern mbH
- Hier finden Sie alle Informationen zum Projekt
- Hier finden Sie die Präsentation zur Vorstellung des Projekts
Entwicklung einer Wertschöpfungskette für ökologisch erzeugte Erbsen und Bohnen vom Acker bis zur Großküche und Gastronomie (WKErBo)
Das Projekt WKErBo unterstützt den Aufbau einer regionalen Bio-Wertschöpfungskette von Ackerbohnen und Erbsen für Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. Damit wird einerseits das Ziel der Förderung des ökologischen Anbaus heimischer Erbsen und Ackerbohnen verfolgt. Daneben zielt das Vorhaben auf die Entwicklung eines großküchentauglichen Fleischersatzprodukts aus Ackerbohnen und Erbsen ohne Zusatzstoffe ab, dessen sensorische und ernährungsphysiologische Qualität den Wünschen und Bedarfen der unterschiedlichen Zielgruppen in der Gemeinschaftsverpflegung entspricht.
Der Innovationscharakter des Projekts ergibt sich aus den Rahmenbedingungen der Produktion und Verarbeitung. Es kann ein Beitrag zum Klimaschutz sowie zu einer gesundheitsförderlichen und ressourcenschonenden Ernährung geleistet werden, Importe können reduziert und der Selbstversorgungsgrad auf nationaler Ebene erhöht werden.
- Laufzeit: 01.07.2023 bis 30.06.2026
- Ausführende Institutionen: Hochschule Fulda, Fachbereich Oecotrophologie und Forschungsinstitut für biologischen Landbau
- Hier finden Sie die Präsentation zur Vorstellung des Projekts
Aufbau von Bio-Wertschöpfungsketten für Getreide, Eiweißfrüchte und Ölfrüchte im nördlichen Bayern (BioRegio)
Das Ziel des Projektes besteht darin, in Nordbayern regionale Bio-Wertschöpfungsketten für Getreide, Eiweiß- und Ölfrüchte aufzubauen, von denen alle beteiligten Akteure profitieren können und durch die die regionale Verarbeitung und Vermarktung steigender Mengen gelingen kann.
Die projektgebunden eingestellte Koordinationstelle erstellt zunächst einen Marktüberblick über die vorhandenen Bio-Akteure in der Region. Im zweiten Schritt werden die regionalen Bio-Landwirtinnen und Landwirte und Verarbeitungsunternehmen für Bio-Rohstoffe über die wirtschaftlichen Perspektiven der aufzubauenden Wertschöpfungsketten informiert.
Die Koordinationsstelle vernetzt die regionalen Akteurinnen und Akteure. Es werden Wertschöpfungskettenpartnerschaften für Getreide- und Öl- und Eiweißfrüchte aufgebaut und optimiert, diese betreffen zum Beispiel die Vernetzung der Wertschöpfungskettenbereiche Landwirtschaft, Lager und Mühle; Landwirtschaft, Lager und Bäckereien oder Landwirtschaft, Verarbeitungsunternehmen und Handel.
Während der Projektlaufzeit identifiziert und bündelt die Koordinationsstelle möglichen fachlichen oder methodischen Beratungs-und Fortbildungsbedarf der Akteurinnen und Akteure sowie den eventuellen Weiterbildungsbedarfe in Bezug auf die eigenen Kompetenzen.
- Laufzeit: 01.03.2024 bis 28.02.2027
- Ausführende Einrichtung: Bio-regionale Genossenschaft Oberpfalz eG
- Hier finden Sie alle Informationen zum Projekt
- Hier finden Sie die Präsentation zur Vorstellung des Projekts