BioFinanz-Portal bietet Bürgerbeteiligung

BioFinanz-Portal erleichtert Bürgerbeteiligung

Wer in den Ökolandbau investieren will, bekommt jetzt Erste Hilfe: Eine informative Online-Plattform zeigt vielfältige Beteiligungsangebote rund um den Ökolandbau. Die Gewinne reichen von regionalen Bio-Produkten bis zu überschaubaren Renditen. Garantiert ist der Mehrwert für die Bio-Branche.

Das Interesse an nachhaltigen Geldanlagen boomt. Auch im Bio-Sektor können sich Verbraucherinnen und Verbraucher vielseitig engagieren. Das BioFinanz-Portal gibt ihnen einen ersten Überblick über alternative Finanzierungsmodelle. "Unter alternativ verstehen wir Modelle mit finanzieller Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Beispiele dafür sind Crowdfunding, Solidarische Landwirtschaft, Genussrechte, Bürgeraktiengesellschaften sowie Landkaufgenossenschaften", erläutert Gerlinde Behrendt von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Die Wissenschaftlerin hat gemeinsam mit dem Frankfurter Institut für ländliche Strukturforschung die Vor- und Nachteile zwölf wichtiger Beteiligungsformen ermittelt. Immer geht es dabei um typische Beteiligungssummen und Gegenleistungen sowie rechtliche Fragen.

Zeit, Arbeit oder Geld investieren

Die Gretchenfrage für potenzielle Investorinnen und Investoren lautet: Möchten sie sich rein finanziell, eher ideell oder auch mit persönlichem Engagement beteiligen? Idealistische Naturen verschenken Geld an Höfe in gemeinnütziger Trägerschaft oder stiften beim Spenden-Crowdfunding für ein bestimmtes Projekt. Wer Kapital investieren will, kann direkt Darlehen an Höfe vergeben oder Bio-Bürgeraktien erwerben. Wer auf einem Bio-Hof mitarbeiten und ernten will, ist bei der Solidarischen Landwirtschaft richtig. Tierisch nahe an der Ökolandwirtschaft sind Verbraucherinnen und Verbraucher beim Leasen von Kuh und Co. Viel Mitsprache und Mitmachmöglichkeiten bieten Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaften. Dort mischen mehrere Höfe, aber auch Verarbeitungsunternehmen und der Handel mit.

Unterstützen oder Genussrechte erwerben

Bei rein finanzieller Unterstützung ist die Beteiligungssumme ein wichtiges Auswahlkriterium. Beim Crowdfunding helfen oft bereits ein paar Euros weiter. Genussrechte von Bio-Unternehmen kosten vierstellige Summen und mehr. Damit kann sich ein Unternehmen eine neue Investition leisten: Inhaberinnen und Inhaber von Genussrechten sind über eine festgelegte Laufzeit und gegen einen fixen Zins finanziell am Kapital und am Gewinn eines Unternehmens beteiligt. Das birgt gewisse Risiken: Wenn das Unternehmen Verluste schreibt, gibt es keine Rendite. Oft versuchen die Unternehmen das jedoch in guten Jahren wieder auszugleichen. Überschaubar sind die Investitionen bei Patenschaften und beim Tierleasing. Diese sind oft auf ein Jahr angelegt.

Das passende Finanzierungsmodell finden

Wer noch unsicher ist, kann mithilfe einer Suchmaske im Online-Portal folgende Fragen beantworten:

  • In welcher Form möchte ich mich beteiligen?
  • Welche Gegenleistung oder Rendite erwarte ich für meine Beteiligung?

Das vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) geförderte Informations-Portal präsentiert dann die dazu möglichen Modelle. Das ist jedoch noch keine klare Empfehlung, sondern nur ein Einstieg. "Mit möglichen Risiken muss sich jede und jeder selbst beschäftigen", betont Behrendt. Das Schöne daran: Die Bio-Branche gewinnt immer.


Letzte Aktualisierung 03.03.2021

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