Der ökologische Landbau zeichnet sich durch eine besonders umweltverträgliche, ressourcenschonende und tiergerechte Wirtschaftsweise aus. Er trägt damit zu einer nachhaltig bewirtschafteten und vielfältigen Kulturlandschaft bei. Die flächengebundene Tierhaltung und das Streben nach möglichst geschlossenen Nährstoffkreisläufen im ökologischen Landbau fördert und erhält die Artenvielfalt der Agrar-Ökosysteme in besonderer Weise und dient somit im Besonderen dem Schutz der Biodiversität sowie dem Gewässerschutz.
Gleichzeitig schafft und erhält der ökologische Landbau Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und in den ländlichen Regionen. Produkte und Dienstleistungen des ökologischen Landbaus genießen eine besondere Wertschätzung und werden von Verbraucherinnen und Verbrauchern immer mehr nachgefragt. Das gesellschaftliche Interesse an dieser Bewirtschaftungsform nimmt stetig zu.
Aufgrund der nachweislichen Vorteile des ökologischen Landbaus hat sich die EU das Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens 25% der landwirtschaftlichen Flächen in der EU ökologisch zu bewirtschaften. Mit der Biostrategie 2030 des BMLEH werden die Maßnahmen für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus definiert.
Die ökologische Landwirtschaft steht für Innovationen, die der gesamten Landwirtschaft zugutekommen und somit für ein zukunftsgerichtetes nachhaltiges Wirtschaften. Die Bundesregierung setzt sich daher für die Stärkung des ökologischen Landbaus ein. In diesem Zusammenhang schreibt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau (BWÖL) 2027 aus.
Für den BWÖL 2027 können sich landwirtschaftliche Betriebe und Zusammenschlüsse von landwirtschaftlichen Betrieben bewerben. Weiterhin können sich landwirtschaftliche Betriebe im Verbund mit Betrieben der Verarbeitung und/oder Vermarktung bewerben.
Mit dem BWÖL werden praxisbewährte innovative Leistungen oder besonders nachhaltige gesamtbetriebliche Konzeptionen ausgezeichnet. Die Leistungen der Preisträgerinnen und Preisträger sollen auf andere Betriebe übertragbar sein. Sie können damit zur Akzeptanz und Verbreitung des ökologischen Landbaus beitragen. Der Bundeswettbewerb soll auch dazu dienen, viele Verbraucher und Verbraucherinnen über die Produktionsweise und die Qualität der Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung zu informieren und die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der ökologisch wirtschaftenden Betriebe weiter zu erhöhen.