Studentenwerk Frankfurt (Oder)

Studentenwerk Frankfurt (Oder)

Eine aktive Studierendenschaft treibt die Erhöhung des Bio-Anteils in den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks Frankfurt (Oder) voran. Die Bio-Zertifizierung nach Zutaten hat für die Umsetzung den Stein ins Rollen gebracht.

Studierendenschaft als Treiber

Das Studentenwerk Frankfurt (Oder) betreibt an insgesamt sechs Standorten jeweils mindestens eine Mensa, hinzu kommen mehrere Cafeterien. Neben Frankfurt und Cottbus gehört dazu auch der Standort Eberswalde. Die dortige Hochschule für Nachhaltige Entwicklung hat ein besonderes Interesse daran, eine nachhaltige Verpflegung und den Einsatz von Bio-Produkten in den Mensen voranzutreiben.

Gute Praxis auf einen Blick

  • 3800 Mahlzeiten pro Tag
  • 15 Prozent des Wareneinsatzes sind Bio-Zutaten
  • Bio-Erfolgsfaktor: Aktive Gästekommunikation

Komplettaustausch einzelner Zutaten

Eine Bio-Zertifizierung gab es in Cottbus und Eberswalde schon länger. Die Zertifizierung kompletter Gerichte erwies sich in den Mensen allerdings als wenig erfolgreich – vielen Studierenden war der Preis für ein Bio-Menü zu hoch. Die Umstellung Ende 2020 auf die Bio-Zertifizierung nach Zutaten, bei der einzelne Produkte nur noch in Bio-Qualität eingesetzt werden, brachte den Erfolg: Von 2 Prozent 2019 über 6 Prozent 2020 konnte der Bio-Anteil 2021 dadurch auf 15 Prozent gesteigert werden – trotz erschwerter Bedingungen während der Corona-Pandemie. Sören Hilschenz, Abteilungsleiter der Hochschulgastronomie, strebt eine weitere Steigerung des Bio-Anteils an – so viel, wie wirtschaftlich möglich ist.

Bio als Normalität

Statt des kompletten Bio-Menüs, das nur einen speziellen Kreis an Gästen angesprochen hat, konnten die Mensaküchen mit dem Komplettaustausch einzelner Zutaten erreichen, dass Bio-Produkte zur Normalität gehören und auf vielen Tellern landen. Auch die getrennte Lagerung von Bio-Produkten gehört damit der Vergangenheit an. Nach der Umstellung auf Bio-Kartoffeln aus Brandenburg, die sich auch geschmacklich bemerkbar macht, folgten Reis und Rindfleisch. Bei dem Weiderind aus der Region wird Wert darauf gelegt, das ganze Tier zu verarbeiten: Statt klassischen Braten anzubieten werden die Küchen beim Einsatz kreativ. Auch die Cafeterien ziehen mit: Kaffee ist schon lange bio und fair, als nächstes steht der Tee im Fokus. Bei allen Änderungen werden die Gäste transparent aufgeklärt und informiert – so funktionieren Umstellung und Weiterentwicklung ganz unkompliziert.


Kontaktdaten

Sören Hilschenz (Abteilungsleiter Hochschulgastronomie)
Telefon: 03 35 / 56 50 93 0
E-Mail: Soeren.Hilschenz@swffo.de


Letzte Aktualisierung 10.12.2021

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