Pädagogische Fachkräfte berichten uns, dass sie sich nach unseren Fortbildungen sicherer beim Kochen mit Kindern fühlen und mehr Ideen haben, wie sie das Thema im Alltag einbinden können. Auch bekommen wir Fotos von Kochaktionen zugeschickt – ein schöner Einblick, wie unsere Angebote vor Ort wirken.
Wir erfassen solche Erfolge sowohl qualitativ – durch regelmäßige Rückmeldungen, Interviews und Feedbackbögen – als auch quantitativ, etwa durch Teilnahmezahlen oder Umfragen. Retrospektiven helfen uns dabei, bestehende Angebote weiterzuentwickeln und neue zu konzipieren. Die Wirkung unserer Arbeit ist uns extrem wichtig. Und sie ist uns gleichzeitig ein Riesenansporn.
Oekolandbau.de: Welche Vision verfolgt die Sarah Wiener Stiftung für die Zukunft der Ernährung von Kindern im Hinblick auf ökologische Nachhaltigkeit, Klimaschutz und gesunde Ernährung? Und welche konkreten Unterstützungsmaßnahmen wünschen Sie sich von der Politik, um diese Vision realisieren zu können?
Christina Mersch: Unsere Vision ist, dass jedes Kind gut isst – unabhängig von Herkunft und Hintergrund. Jedes Kind sollte Zugang zu frischem und ausgewogenem Essen haben, Wissen über gesundes Essen erlangen und erleben, wie es selbst etwas zubereiten kann. Uns ist es wichtig, dass es ihnen und der Umwelt gut geht, auch in Zukunft. Das bedeutet: mehr Bildung, mehr praktische Erfahrung, und eine Essensversorgung, die Gesundheit und Umwelt gleichermaßen schützt. Um diese Vision zu erreichen, wünschen wir uns von der Politik, dass Ernährung – als zentraler Baustein für Gesundheit, Chancengerechtigkeit und Klimaschutz – in den Fokus rückt.
Ernährungsbildung sollte als fester Bestandteil des Bildungsauftrags verankert werden, damit alle Kinder das Wissen und die Fähigkeiten erwerben, die sie für ein gesundes und nachhaltiges Leben brauchen.
Oekolandbau.de: Wenn eine Kita, Schule oder ein Privathaushalt mit Kindern auf nachhaltige Ernährung umstellen möchte, wie können Sie dabei unterstützen? Welche Schritte sind dafür notwendig, und fallen dabei Kosten an?
Christina Mersch: Aus unserer Sicht braucht gesunde Ernährung vor allem Bildung. Man muss wissen, wie man zum Beispiel eine Kartoffel zubereitet, wie man Gemüse knackig gart oder mit welchen Kräutern Gerichte verfeinert werden können.
In Ernährungsbildung investieren heißt in Gesundheit und Chancengerechtigkeit investieren. Das ist eine politische und gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Im Vergleich zu hochverarbeiteten Fertiggerichten ist selbstgekochtes Essen oft auch preiswerter. Wenn man regional und saisonal einkauft, schont das auch den Geldbeutel. Aus frischen Zutaten lassen sich einfache und köstliche Gerichte zubereiten. Die Essensplanung spielt auch eine wichtige Rolle, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Die Familienküche, unser kostenfreies Online-Angebot für Eltern, bietet dafür viele Tipps und Materialien: zum Beispiel fertige Essenspläne, ein Kochbuch sowie zahlreiche Anregungen und Videos für das Kochen mit Kindern.