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Selleriemosaikvirus (Celery mosaic virus (CeMV))
Schadbildbeschreibung
Petersilie wird von mehreren Viren befallen. Größte Bedeutung im Anbau haben das Selleriemosaikvirus und das Möhrenscheckungsvirus. Es können Mischinfektionen mit anderen Erregern auftreten. Beginnend auf den jüngeren Blättern zeigt sich ein hellgrünes bis weißlich-gelbes Mosaik. Es kommt im Befallsverlauf zu Vergilbungen und Nekrosen auf den Blättern, bei stärkerem Befall auch zu Rotverfärbungen. Typisch sind Wachstumshemmungen und Verkrüppelungen der Blätter, bis hin zur Fadenblättrigkeit. Befallene Blätter sind nicht mehr vermarktungsfähig. Durch die Wachstumshemmung kommt es zu Ertragsverlusten.
Biologie in Kürze
Das Selleriemosaikvirus CeMV wird nicht-persistent von verschiedenen Blattlausarten sowie auch auf mechanischem Wege (beispielsweise von befallenen Selleriebeständen aus) übertragen. Eine Saatgutübertragung wurde aus Italien berichtet. Wirtspflanzen sind andere Doldengewächse (Dill, Koriander, Sellerie, Möhre), auch wildwachsende Arten. Befallene Überwinterungspetersilie kann ein Infektionsreservoir für das Folgejahr darstellen.
Regulierungsstrategien
Vorbeugende Maßnahmen:
- Bekämpfung von Vektoren (Blattläuse)
- Entfernen befallener Pflanzen
- Gute Unkrautregulierung
- Betriebshygienemaßnahmen beachten
- Optimale Kulturbedingungen
Direkte Maßnahmen / zugelassene Pflanzenschutzmittel
In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.
