Der Ackerfuchsschwanz (Alopecurus myosuroides) ist ein besonders konkurrenzstarkes Beikraut, das sich in Getreidefeldern hartnäckig hält. Seine Blütezeit reicht meist von Mai bis in den Sommer, kann aber teilweise auch noch im Herbst erfolgen. In den dichten Ährenrispen bildet jedes Ährchen in der Regel nur eine Blüte aus, aus der zahlreiche feine Samen entstehen.
Die Keimung erfolgt überwiegend im Herbst, teilweise auch bis ins Frühjahr hinein. Besonders problematisch ist, dass die Samen bereits aus sehr geringen Bodentiefen von 0 bis 10 cm zuverlässig keimen und damit frühzeitig mit den Kulturpflanzen in Konkurrenz treten.
Ein entscheidender Faktor für die starke Verbreitung ist die Samenpersistenz: Während die meisten Samen innerhalb von vier Jahren keimen oder ihre Keimfähigkeit verlieren, können tief im Boden vergrabene Samen über zehn Jahre und länger überdauern. Dadurch entstehen über Jahre hinweg lokale Bestände, die sich nur schwer vollständig beseitigen lassen.
Die Verbreitung erfolgt vor allem über den Bodenvorrat an Samen und über Saatgutverunreinigungen. Eine Ausbreitung durch Tiere oder Wind spielt nur eine untergeordnete Rolle. Besonders Fruchtfolgen mit hohem Anteil an Wintergetreide fördern den Besatz und begünstigen die Ausbreitung des Ackerfuchsschwanzes. Außerdem bevorzugt der Ackerfuchsschwanz mittlere bis schwere, kalkhaltige Böden, auf denen er besonders erfolgreich gedeiht.