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Zurückgebogener Amarant
Schadwirkung
Zurückgebogener Amarant ist ein typisches Beikraut in Hackfrüchten, besonders in warmen, fruchtbaren Gebieten ist er konkurrenzstark. Junge Pflanzen sind aufgrund ihres hohen Gehaltes an Oxalsäure und Nitraten schädlich für Nutztiere.
Merkmale des Samenbeikrautes
Zurückgebogener Amarant ist ein einjähriges Samenbeikraut. Die Stängel sind einfach oder verzweigt, aufrecht, hellgrün bis rötlich und rauh behaart. Die blau-grünen Laubblätter sind eiförmig, am Ende zugespitzt, lang gestielt, wechselständig und ebenfalls auf der Blattunterseite meist rötlich.
Die Blüte erfolgt von Sommer bis zum Frühherbst. Die Blüten sind klein und unscheinbar am Stängelende zu grünlichen, dichten Scheinähren gehäuft. Die Blütenhülle ist stachelspitzig, der Blütenstand stechend.
Vermehrung und Verbreitung
Die Samen werden mit Wind, Beregnungswasser, Dung, Kompost und Landmaschinen verbreitet. Da die Samen in Vogelfuttermischungen enthalten sind, tragen auch Vögel zu ihrer Verbreitung bei. Die Samen überleben die Verdauung der meisten Tierarten unbeschadet.
Samen keimen im Sommer aus 0,5 bis 4 Zentimeter Bodentiefe. Die Keimblätter sind linealisch-lanzettlich mit einer meist rötlich überlaufenen Blattunterseite. Die ersten Laubblätter (Primärblätter) sind oval und haben eine eingezogene Spitze.
Standort: Weißer Amarant (Amaranthus albus) gilt als Zeigerpflanze für trockene Standorte. Zurückgebogener Amarant bevorzugt humose, durchlässige, nährstoff- und stickstoffreiche Böden.
Spezifische Regulierungsstrategien
Vorbeugung
- Abflammen im Keimblattstadium.
- Erhöhung des Anteils an Winterungen in der Fruchtfolge.
- mehrfachen Anbau von Hackfrüchten hintereinander vermeiden.
Bekämpfung
- Befallene Futterbestände silieren, um Samen abzutöten und nicht über den Dung zurück auf die Fläche zu führen.
- junge Keimlinge durch Abflammen, Hacken oder mit Kreiselegge bekämpfen
- Mulchsaat in dicke Zwischenfruchtauflagen verhindert die Samenkeimung
Letzte Aktualisierung 25.04.2018

