Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden für den Betrieb der Seite nur notwendige Cookies gesetzt. Details in unserer Datenschutzerklärung.
Richtlinien des Bio-Anbauverbands Ecovin
Ecovin ist ein Anbauverband der sich speziell um die Belange des ökologischen Weinbaus kümmert: Etwa ein Viertel der deutschen Öko-Rebfläche ist dort verbandlich organisiert. Ecovin-Weinberge findet man in allen klassischen deutschen Anbaugebieten. Betriebe, welche neben dem Weinbau auch noch in anderen landwirtschaftlichen Bereichen tätig sind, haben die Möglichkeit sich mit ihren Weinbauflächen Ecovin anzuschließen und mit dem Rest einem anderen Bio-Verband.
Die Ecovin-Regelungen für den Pflanzenbau
Wie EU: Erlaubt, bei eindeutig voneinander unterscheidbaren Betriebszweigen
Wie EU: Erlaubt - muss aber nach fünf Jahren abgeschlossen sein
Keine Vorgaben.
Nicht geregelt.
Maximal 150 Kilogramm Stickstoff im dreijährigen Turnus; im Jahr der Düngung maximal 70 Kilogramm pflanzenverfügbaren Stickstoff pro Hektar.
Wie EU: Eine maximal zulässige Menge aus betriebsfremden organischen Düngern ist nicht vorgegeben.
Generell verboten; Ausnahme: Konventioneller Geflügelmist darf zur Kompostierung verwendet und der entstandende Kompost als Dünger ausgebracht werden.
Wie EU: Erlaubt, wenn vorgegebene Schadstoffgehalte nicht überschritten werden
Wie EU: Blutmehle und Knochenmehle erlaubt.
Abweichend von EU: Fleischmehle nur mit Ausnahmegenehmigung
Ausschließlich Fledermausguano aus regionalen Gebieten mit Vorlage eines Zertifikates.
Wie EU: Wenn zertifiziertes Saat- und Pflanzgut geeigneter Sorten aus ökologischer Vermehrung zur Verfügung steht, muss dieses verwendet werden. Andere Herkünfte bedürfen einer Ausnahmegenehmigung.
Nicht geregelt
Nicht geregelt
Wie EU: Verboten
Wie EU: Zum Erzielen gesunder Pflanzenbestände stehen vorbeugende Maßnahmen, wie eine angepasste Fruchtfolge, die Bodenbearbeitung, die Humuswirtschaft und Düngung, die Wahl geeigneter Bestandsdichten sowie die Auswahl gesunden und widerstandsfähigen Pflanz- und Saatgutes eindeutig im Vordergrund.
Die Verwendung von synthetischen Pestiziden und Wachstumsregulatoren ist untersagt.
Abweichend von EU: Spezielle Bekämpfungsmaßnahmen dürfen nur mit Mitteln durchgeführt werden, die in der ECOVIN-Richtlinie aufgeführt sind.
Wie EU: Die Verwendung von Herbiziden ist untersagt. Die Regulierung der Beikräuter erfolgt durch vorbeugende Maßnahmen (zum Beispiel Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, Sortenwahl), mechanische Maßnahmen (zum Beispiel Eggen, Striegeln, Hacken) und thermische Maßnahmen (zum Beispiel Abflammen).
Bis zu drei Kilogramm pro Hektar und Jahr sind zulässig. Bei Indikation Schwarzfäule maximal vier Kilogramm pro Hektar und Jahr; insgesamt aber nicht mehr als 17,5 Kilogramm pro Hektar in fünf Jahren; jeweils bezogen auf die bestockte Rebfläche
Es dürfen nur Mittel eingesetzt werden, die auf einer Positivliste aufgeführt sind.
Wie EU: Keine Vorgaben
Alle Mitglieder verpflichten sich, die Artenvielfalt zu fördern und dies entsprechend zu dokumentieren. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Kontrolle wird dies miterfasst.
Nicht geregelt.
Erlaubt
Über Ecovin

Ecovin ist ein Anbauverband der sich speziell um die Belange des ökologischen Weinbaus kümmert. Bei Ecovin ist etwa ein Viertel der deutschen Öko-Rebfläche verbandlich organisiert. Ecovin-Weinberge findet man in allen klassischen deutschen Anbaugebieten. Betriebe, welche neben dem Weinbau auch noch in anderen landwirtschaftlichen Bereichen tätig sind, haben die Möglichkeit sich mit ihren Weinbauflächen Ecovin anzuschließen und mit dem Rest einem anderen Bio-Verband. 2010 haben Ecovin und Demeter eine Kooperation vereinbart. Ziel ist es, alle biodynamischen Weingüter in beiden Verbänden zu organisieren und die daraus entstehenden Synergien zu nutzen.
Der Verband betreibt Lobbyarbeit im Interesse der Mitglieder, unterstützt aktiv die Forschung im Bereich Pflanzenschutz und Rebsortenzüchtung und bietet professionelle Einführungsseminare und Fortbildungen im Bereich Öko-Weinbau. Darüber hinaus stellt Ecovin den Mitgliedsbetrieben und Händlerinnen und Händlern eine Reihe von Werbemitteln zur Verfügung.Seit Jahrzehnten setzt sich Ecovin intensiv für die Förderung der Biodiversität und Artenvielfalt im Weinbau ein. Im Frühjahr 2019 hat Ecovin das Thema Biodiversität nun auch in seinen Richtlinien verankert. Mit dem Ecovin-Biodiversitätsaktionsplan (ECOVIN.bap) kommt diesem Thema entlang der gesamten Produktionskette eine besondere Bedeutung zu.
Gründung
1985
Anzahl Mitglieder
241 Betriebe bewirtschaften 2.722 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche (Stand 1.1.2022, Quelle: BÖLW).
Beiträge und Kosten
Jeder Erzeugerbetrieb (mehr als 0,83 Hektar) zahlt einen Grundbetrag von 80 Euro pro Jahr. Hinzu kommt ein Flächenbeitrag, der gestaffelt ist:
bis 5,99 Hektar: 60 Euro / Hektar
6 bis 10,99 Hektar: 45 Euro / Hektar
11 bis 15,99 Hektar: 30 Euro / Hektar
Ab 16 Hektar: 10 Euro / Hektar
Außerdem fallen noch Mitgliedsbeiträge der Regionalverbände an (25 bis 100 Euro / Betrieb).
Vermarktung
Ecovin-Mitglieder können ihre Erzeugnisse mit dem Ecovin-Zeichen kennzeichnen und bewerben. Für die Nutzung des Ecovin-Warenzeichens fallen folgende Kosten an:
- Mindestbeitrag (bis 42,85 Hektoliter): 90 Euro
- darüber hinaus 0,021 Euro pro Liter
Ecovin bietet den Mitgliedern durch Verkostungen (zum Beispiel EcoWinner, Stadt Land WEIN) eine Plattform, um ihre Bioweine einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Kontrollen
Mindestens einmal pro Jahr nach EU-Öko-Verordnung und nach Verbandsrichtlinien durch eine unabhängige Kontrollstelle. Zusätzlich sind unangemeldete Stichprobenkontrollen möglich.
Kontaktdaten
ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau
Wormser Str. 162
55276 Oppenheim
Telefon: + 49 (0)6133-1640
E-Mail: infoecovinde
Internet: www.ecovin.de
Letzte Aktualisierung 08.11.2022