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Acker-Stiefmütterchen
Schadwirkung
Das Acker-Stiefmütterchen tritt besonders als Getreide-Beikraut auf, vorwiegend im Wintergetreide, und gilt als eins der wichtigsten Unkräuter in Raps. Es tritt bei reduzierter Bodenbearbeitung weniger auf.
Merkmale des Samenbeikrauts
Das Acker-Stiefmütterchen ist ein sommereinjähriges oder einjährig-überwinterndes Samenbeikraut. Die Stängel sind aufrecht, selten niederliegend, verzweigt, scharf dreikantig, innen hohl und werden bis etwa 60 Zentimeter hoch.
Die Laubblätter sind kahl oder auf den Adern kurz zerstreut behaart, am Rande eingekerbt. Untere Blätter (rundlich bis eiförmig-lanzettlich) sind länger gestielt als die Oberen (länglich-lanzettlich). Die großen Nebenblätter sind tief fiederspaltig.
Die Hauptblütezeit reicht von April bis Oktober, häufig ganzjährig. Die einzelnen, violett-weiß-gelben Blüten sind lang gestielt und achselständig.
Vermehrung und Verbreitung
Samen überleben in bewirtschaftetem Boden ca. 4-6 Jahre. Zur Reife werden einige Samen durch Aufplatzen der Kapseln bis zu 2 Meter weit geschleudert, andere verbleiben und führen zu punktuell hoher Samendichte oder werden mit dem Stroh geworben und ggf. verteilt. Wenige Samen überstehen die Verdauung durch Vögel und andere Tiere.
Die Keimung aus 0,5 bis 1 Zentimeter Bodentiefe kann ganzjährig erfolgen, liegt jedoch hauptsächlich im Herbst und Frühjahr. Die Keimblätter sind breit spatelförmig, ganzrandig mit eingekerbter Spitze und kurz gestielt.
Spezifische Regulierungsstrategien im ökologischen Landbau
- Auf Besatzfreies Saatgut achten
- Fruchtfolge mit Wechsel von Getreide und Hackfrüchten. Der Wechsel verschiedener Unkrautregulierungsmaßnahmen beugt der übermäßigen Verbreitung vor.
- Abflammen im Keimblattstadium
- Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen
Letzte Aktualisierung 25.04.2018

