BÖL vernetzt – Bio-Wertschöpfungsketten: ReffiSchaf und WertesBrutei
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Infizierte Sämlinge haben eine geringere Triebkraft und der Feldaufgang ist reduziert. Das Wurzelsystem ist schlecht entwickelt, wodurch die Auswinterungsgefahr erhöht ist. Befallene Pflanzen sind kleiner, sie bleiben in der Bestockung zurück.
Das eigentliche Schadsymptom wird erst während der Blütezeit sichtbar, wenn bei befallenen Pflanzen anstelle intakter Ähren die Brandähren geschoben werden. Sie enthalten anstelle der Ährchen braunschwarze Brandbutten (Brandsporenlager), die von einem silbrigen Häutchen umgeben sind.
Im Unterschied zum Gerstenflugbrand sind beim Gerstenhartbrand in der Ernte die Sporen noch nicht ausgestäubt. Die Sporenmasse ist plastisch bis hart und das silbrige Häutchen bleibt intakt. Erst beim Drusch werden die Sporenlager zerschlagen.
Der Gerstenhartbrand ist ausschließlich samenbürtig. Bei der Ernte verbreiten sich die Brandsporen und befallen gesunde Gerstenkörner auf der Oberfläche. Die Bekämpfung ist daher einfacher als beim Gerstenflugbrand, der das Korninnere besiedelt.
• Nutzung zertifizierten Saatguts
• Wahl widerstandsfähiger Sorten
• Eine gute Bekämpfung ist mit einer Warmwasserbeize in 60 Minuten bei 42 °C möglich.
• Hohe Wirkungsgrade sind auch mit dem Pflanzenstärkungsmittel Lebermooser bei einer vertretbaren Verringerung der auflaufenden Pflanzen zu erzielen.
Letzte Aktualisierung 07.05.2019