CSA Hof Pente: Gemeinschaftsgetragenes Hofcafe
49565 Bramsche
Der Zwergrost verursacht ab dem Ährenschieben punktförmige, gelborange bis hellbraune, zerstreute Pusteln (Sommersporenlager) an den Blattoberseiten auf. Diese sind kleiner und heller als die anderer Rostpilzarten. Die Rostpusteln sind oft von einem gelblichen Hof umgeben.

Befallene Blattflächen vergilben und vertrocknen. Kurz vor der Reife bilden sich vor allem auf den Blattunterseiten schwarze Wintersporenlager, die stets von der Blattoberhaut bedeckt sind.
Rostpilze sind auf ihre Wirtspflanzen spezialisiert. Zwergrost tritt regelmäßig in allen Anbaugebieten und verstärkt in warmen und trockenen Jahren auf. Die Vermehrung erfolgt durch Sommersporen auf dem Hauptwirt. Wintersporen mit Weiterentwicklung auf dem Zwischenwirt sind ohne epidemiologische Bedeutung. Nach der Ernte geht der Pilz auf aufgelaufenes Ausfallgetreide über, im Frühjahr auf die Sommergerste bzw. auf die Frühsaaten von Wintergerste. Uredosporen können mit dem Wind über große Entfernungen verbreitet werden und keimen in einem Temperaturbereich von 5 bis 25 Grad (optimal sind 15 bis 20 Grad).
Im ökologischen Landbau ist Rost vor allem ein Problem, wenn die Stickstoff-Versorgung hoch ist. Dies wird oft am Schlagrand beobachtet, wo die Pflanzen weniger unter Konkurrenz leiden.
Eine direkte Bekämpfung ist zurzeit im ökologischen Landbau nicht möglich. In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel verfügbar.
Letzte Aktualisierung 26.07.2010