Bio Ranch Zempow

Bio Ranch Zempow: Klimaschutz und Landnutzung

Angus-Rind und Nutzhanf sind nicht die gewöhnlichste Kombination. Doch auf der Bio Ranch Zempow bilden Ackerbau und Tierhaltung eine fruchtbare Einheit. Dabei immer im Blick: Humusaufbau durch Kohlenstofflandwirtschaft.

Die biologische Aktivität im Boden ist das Geheimnis, um in 25 Jahren aus brandenburgischem Sand einen lebendigen Nährboden zu machen. Kohlenstoff aus der Luft wird im entstehenden Humus gespeichert. „Wir ernähren und fördern das Bodenleben mit Rinderkompost, Beweidung, stickstoffbindenden Mischfrüchten und geeigneter Bodenbearbeitung“, so Betriebsleiter Wilhelm Schäkel. „Im Austausch stellt der Boden Nährstoffe für die Kulturpflanzen bereit.“


Film ab: Bio Ranch Zempow - Kuhflüstern, Angusbeef, Reiten, Ferien


Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt

Die vielgliedrige Fruchtfolge mit Wechsel von Ackerund Grünland, Sommer- und Winteransaaten fördert das ökologische Gleichgewicht. Schädlinge oder Unkraut werden so ganz natürlich begrenzt. Hecken und Säume tragen zur Artenvielfalt bei. Das Betriebsleiterehepaar ist überzeugt: „Nur mit einem intakten Agrarökosystem, das Raum für natürliche Lebensräume lässt, erhalten wir die Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen.“

Nutzhanf als Klimapflanze

Die Begeisterung für den Nutzhanf hat Wilhelm Schäkel 2015 erfasst. „Der Hanf wandelt mithilfe des Sonnenlichts besonders viel Kohlenstoff aus der Luft um“, erklärt er. „Er kann tief wurzeln, das bringt Vorteile für Wasser- und Humushaushalt.“ Hanf ist nach Schäkels Ansicht eine Zukunftspflanze mit Einsatzmöglichkeiten von Öl über CBDWirkstoffe für Nahrungsergänzung und Medizinprodukte bis zu Dämmstoffen

Stressarme Rinderhaltung

Mit den Angusrindern haben die Schäkels eine robuste Wahl getroffen. Die Mutterkuhherde lebt fast das ganze Jahr draußen. Nur zur Kalbung von Januar bis März kommen sie in den geräumigen Laufstall mit Auslauf. Auf der Bio Ranch wird seit Jahren mit der Low Stress Stockmanship-Methode gearbeitet. „Der stressarme Umgang respektiert die wesensgemäßen Eigenschaften der Herdentiere“, erklärt Swantje Schäkel. „Dadurch können wir viele Stressfaktoren und Gefahrensituationen von vornherein ausschalten.“

Land authentisch erleben

Neben dem „Kuhflüstern“ können Gäste auch von Ponys, Eseln und Schafen Achtsamkeit und „Herdensprache“ lernen. Die Hofprodukte aus Fleisch und Hanf sind auf dem Hof und im Versand erhältlich. Führungen finden regelmäßig im Sommerhalbjahr als Ranch Safaris statt.

Betriebsinfos


Letzte Aktualisierung 12.07.2022

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