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Am 10. Februar ist Internationaler Tag der Hülsenfrüchte

Leguminosen wie Lupinen, Soja und Kichererbsen sind wahre Alleskönner: Sie machen Ackerböden fruchtbarer, liefern hochwertiges Tierfutter und sind eine gesunde und nachhaltige Alternative für unsere Ernährung. Regional und ökologisch angebaut sind sie ein echter Gewinn – auch für Großküchen, wie BioSpitzenkoch Christopher Hinze anlässlich des Tags der Hülsenfrüchte zeigt.
Weltweit gibt es fast 20.000 verschiedene Arten von Hülsenfrüchten – damit zählen sie zu den artenreichsten Pflanzenfamilien überhaupt. Vielfältig geht es auch bei der Bezeichnung zu: Hülsenfrüchte werden auch Leguminosen genannt. Und weil die Blüten von Ackerbohnen, Platterbsen und Co. an die Flügel eines Schmetterlings erinnern, heißt die Pflanzenfamilie, zu der sie gehören, auch Schmetterlingsblütler.
Hülsenfrüchte werden nicht nur als Tierfutter angebaut, sondern sind als pflanzliche Eiweißquelle auch für die menschliche Ernährung wichtig und in der Erzeugung deutlich klimaschonender als tierische Produkte. Die Ernährungsstrategie der Bundesregierung und Projekte wie LeguNet oder das Citizen-Science-Projekt INCREASE wollen den Anbau von Leguminosen in Deutschland weiter vorantreiben und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Ernährungswende.
Hülsenfrüchte als Triebfeder der Ernährungswende

Lesetipp
Rezeptebuch "CiLaKlima"
Von der Forschung auf den Teller: Im Forschungsprojekt "CiLaKlima" unterstützte die Uni-Hohenheim landwirtschaftliche Betriebe beim Anbau von Saat-Platterbsen und Kichererbsen. Damit die Ernte erfolgreich ist – vom Acker bis in die Küche – haben Mitarbeitende und Projektpartnerinnen und -partner der Uni Hoheneim ein Rezeptbuch zusammengestellt, das die Viefältigkeit dieser beiden Leguminosen auf dem Teller anschaulich zeigt. Die Rezepte sind erprobt, lecker, bodenständig und garantiert alltagstauglich!

Was wissen Sie über Hülsenfrüchte?
Was ist das Besondere an Hülsenfrüchten? Wie werden sie angebaut? Welche Pflanzen gehören zu den Hülsenfrüchten? Und wie kann ich sie in der Küche nutzen?
Hülsenfrüchte sind wahre Superhelden
Doch nicht nur geschmacklich überzeugen Hülsenfrüchte auf ganzer Linie. Öko-Landwirtinnen und -Landwirte nutzen eine wahre Superkraft der Leguminosen, denn sie sind kleine Düngerfabriken: Knöllchenbakterien, die sich an ihren Wurzeln ansiedeln, binden den Stickstoff aus der im Wurzelraum verfügbaren Luft. In den Wurzelknöllchen wird dieser Stickstoff in Aminosäuren umgewandelt und steht so den nachkommenden Pflanzen zur Verfügung. Diese Symbiose ist einmalig! Wenn die Pflanzen und Wurzeln absterben, freuen sich Bodenorganismen über die Pflanzenreste als willkommene Nahrung und wandeln diese in wertvollen Humus um. Hülsenfrüchte auf dem Acker erhöhen also die Bodenfruchtbarkeit und können die Erträge folgender Kulturen steigern! Darüber hinaus bilden Leguminosen weit verzweigte Wurzelsysteme, die den Boden auflockern.
Film ab: Warum sind Hülsenfrüchte gut für den Boden?
Youtube-Video
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Hülsenfrüchte in der Aus- und Weiterbildung:
Unterrichtsmaterialien rund um Leguminosen im Ökolandbau

Dieser Unterrichtsbaustein für die berufliche Bildung an Berufsschulen zeigt das große Potenzial von Leguminosen für Acker und Grünland und erläutert die zahlreichen Ökosystemleistungen der unterschiedlichen Kulturen. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler, mit welchen acker- und pflanzenbaulichen Maßnahmen stabil hohe Erträge erzielt werden können, von der richtigen Einbindung in die Fruchtfolge bis zur Sortenwahl.
Das BZL-Medienpaket "Die Schlüsselrolle von Leguminosen im Ökolandbau" steht im BLE-Medienservice mit der Artikelnummer 0819 kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung. Alle BZL-Unterrichtsbausteine für die berufliche Bildung an landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen gibt es auch auf www.bildungsserveragrar.de im Menüpunkt "Lehrmaterialien".

Leguminosen, wie Klee, Luzerne, Erbsen und Bohnen, sind regelrechte Multitalente in Sachen Klimaschutz. Der Unterrichtsbaustein für die berufliche Bildung an Berufsschulen "Kleinkörnige Leguminosen im Überblick" zeigt, welche kleinkörnigen Leguminosen es gibt und informiert über den Anbau und die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten.
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die Vorteile der kleinkörnigen Leguminosen sowie eine für einen bestimmten landwirtschaftlichen Betrieb passende Mischung. Ihre Ergebnisse stellen sie in einem selbst produziertem Podcast vor.
Das BZL-Medienpaket "Kleinkörnige Leguminosen im Überblick" steht unter www.ble-medienservice.de mit der Artikelnummer 0808 kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung. Alle BZL-Unterrichtsbausteine für die berufliche Bildung an landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen gibt es auch auf www.bildungsserveragrar.de im Menüpunkt "Lehrmaterialien".
Vorhaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
Eiweißpflanzenstrategie
Das Ziel der Eiweißpflanzenstrategie (EPS) des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ist es, den Anbau heimischer Eiweißpflanzen (Leguminosen wie Ackerbohne, Erbse und Lupinenarten sowie Kleearten, Luzerne und Wicke) zu fördern und die Anbaufläche zu vergrößern. Dafür wird in die Forschung und Entwicklung, den Wissenstransfer und Demonstrationsnetzwerke investiert und werden Maßnahmen zur Umsetzung in der Praxis unterstützt. Mit der Umbenennung der Geschäftstelle in "Proteine der Zukunft" werden seit 2024 auch nicht legume Proteinquellen wie Algen oder Pilze in den Blick genommen.
Mehr Informationen zur Eiweißpflanzenstrategie
LeguNet
Im Rahmen der bundesweiten Eiweißpflanzenstrategie setzt das Projekt LeguNet die Arbeit von drei Netzwerken zu Erbse/Bohne, Lupine und Soja fort und bündelt das Wissen rund um alle Körnerleguminosen. In Deutschland eher selten angebaute Kulturen wie Kichererbsen und Linsen sind ebenfalls in das Netzwerk integriert, denn durch Klimaveränderungen steigt auch ihr Anbaupotenzial. LeguNet will den Selbstversorgungsgrad mit Körnerleguminosen in Deutschland mit vielen Maßnahmen steigern.
Mehr Informationen über das Projekt LeguNet
Hülsenfrüchte bringen Vielfalt und Geschmack auf den Teller
Erbse und Co. spielen eine wichtige Rolle bei der Ernährungswende: Sie sind Bestandteil einer nachhaltigen und gesunden Ernährung, wie bei der Planetary Health Diet deutlich wird. Fachleute haben diesen Speiseplan erstellt, der die Gesundheit der Menschen und des Planeten gleichermaßen schützen und fördern soll. Unter anderem schlagen sie vor, den Verzehr von Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse und Nüssen ungefähr zu verdoppeln. Gleichzeitig empfehlen sie einen deutlich geringeren Fleischverzehr. Hier können pflanzliche Alternativen aus Hülsenfrüchten punkten!
Film ab: Hülsenfrüchte außer Haus – Tipps aus der Praxis
Youtube-Video
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Mehr zum Thema Hülsenfrüchte auf Oekolandbau.de:
Weitere Infos im Web:
- Broschüre "Die Eiweißpflanzenstrategie" im BLE Medienshop
- Broschüre "Ackerbohnen, Erbsen & Co." im BLE Medienshop
- BZfE: Zubereitung von Hülsenfrüchte
- BZfE: Hülsenfrüchte - Vom Acker bis zum Teller
- BZfE: Hülsenfrüchte - Von der Ernte in den Handel
- BZfE: Hülsenfrüchte - Vom Einkauf in die Küche
- BZfE: Hülsenfrüchte - Gesundheit und Umwelt
- Lupinenverein
- Sojaförderring
Letzte Aktualisierung 10.02.2026














