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Schwebfliege (Episyrphus balteatus)
Bedeutung
Schwebfliegenlarven gehören zu den effektivsten spezifischen Blattlaus-Antagonisten in vielen Acker- und Gartenkulturen. Sie zählen außerdem zu den natürlichen Feinden verschiedener Milbenarten.
Aufgrund mehrerer charakteristischer Eigenschaften haben sie eine große praktische Bedeutung als Begrenzungsfaktor:
- Präsenz schon im Frühjahr beim Auftreten der ersten Blattläuse
- Große Beweglichkeit der Imagines und damit die Möglichkeit einer raschen Neubesiedlung von Pflanzenbeständen
- Permanente Anwesenheit während der Entwicklung der verschiedenen Blattlausstadien
- Eiablage in unmittelbarer Nähe der Blattlauskolonien
- Große Gefräßigkeit der Schwebfliegenlarven, die alle Stadien der Blattlaus (einschließlich der geflügelten Tiere) angreifen
Film ab: Schwebfliegen in der Agrarlandschaft fördern
Biologie und Verhalten als Nützling
Die Imagines sind circa zehn Millimeter groß und durch eine schwarze Brust mit gelbbraunem Schildchen gekennzeichnet. Der gelbe Hinterleib ist mit unregelmäßigen, breiten und schmalen schwarzen Querbändern versehen. Diese Schwebfliege überwintert im Imaginalstadium und erscheint bereits im März an den ersten Pollenspendern (meistens an Sträuchern). Die Weibchen legen zu Beginn des Frühjahrs bis zu 1000 weißliche, ein Millimeter lange Eier ab. Hierzu werden die Blattlauskolonien aufgesucht, um gezielt ein Ei zu platzieren. Es können drei bis fünf Generationen im Jahr auftreten.
Einsatzmöglichkeiten im Freiland und im geschützten Anbau
Schaderreger
Zum Beutespektrum der Schwebfliegenlarven gehören Blattläuse, aber auch verschiedene Milbenarten wie z.B.:
Anwendungsempfehlung
Die Larven von E. balteatus werden in Buchweizenspelzen geliefert. Sie werden mit den Spelzen direkt auf Pflanzen mit Blattlauskolonien aufgestreut (Herdbelegung). Die Pflanzen sollten vorher mit Wasser aus der Sprühflasche befeuchtet werden, damit die Larven und Spelzen auf der Pflanze besser haften.
Ein Einsatz wird nur bei glattblättrigen Pflanzen empfohlen (Paprika, Rose etc.). Pflanzen mit stark behaarten Blättern wie Gurken, Tomaten oder Bohnen sollten nicht belegt werden.
Einsatzhäufigkeit und -menge: zwei bis drei Freilassungen im Abstand von 14 Tagen, fünf bis zehn Larven pro Quadratmeter Bestandsfläche.
Letzte Aktualisierung 03.01.2022

