Sommerfeldtag ökologischer Ackerbau
99955 Mittelsömmern
Vor allem im Gewächshaus, im Sommer vereinzelt auch im Freiland, treten die Zwiebelblattläuse an Allium-Arten und anderen Kulturpflanzen auf. Sie sind vor allem am Stängel- und Blattgrund zu finden und sorgen durch ihre Saugtätigkeit für Verfärbungen sowie Verdrehungen und Kräuselungen der Blattstiele und Blätter. Sie sind auch an geernteten und lagernden Zwiebeln zu finden.
Alle Stadien der Zwiebelblattlaus sind rötlich- bis braun-schwarz gefärbt. Sie sind etwa 1,5 bis 2,5 Millimeter groß. Bei den Geflügelten sind die Flügeladern breit dunkel gesäumt und erscheinen dadurch netzartig gezeichnet. Die Hinterleibsröhren sind nur wenig heller als der Körper.
Die aus Asien eingeschleppte Blattlausart verursacht große Schäden an Zwiebeln, Schnittlauch und anderen Zwiebelgewächsen. Außerdem besteht die Gefahr der Virusübertragung: die Zwiebelblattlaus überträgt unter anderem das Gelbstreifigkeitsvirus der Zwiebel (IYSV), das Gurkenmosaikvirus (CMV), das Löwenzahngelbmosaikvirus (DaYMV) und das Nekrotische Rübenvergilbungsvirus (BYV).
Die Zwiebelblattlaus ist nicht wirtswechselnd und überwintert an Zwiebelgewächsen sowie Lagerzwiebeln. Es treten nur lebend gebärende Weibchen auf. Wie und wann die Besiedlung im Frühjahr erfolgt, ist nicht genau bekannt. Die Tiere verstecken sich gerne in Erdrissen.
Im Gewächshaus kann der Einsatz von Nützlingen, zum Beispiel Blattlausschlupfwespen, Räuberischen Gallmücken, Florfliegen, Schwebfliegen und Marienkäfern, erfolgen.
Derzeit sind in verschiedenen Gemüsen Pflanzenschutzmittel auf Basis folgender Wirkstoffe zugelassen:
Zusätzlich können in Zwiebelgemüsen eingesetzt werden:
Bitte überprüfen Sie unbedingt die aktuelle Zulassung und Anwendungsbestimmungen, zum Beispiel unter www.pflanzenschutz-information.de!
Letzte Aktualisierung 09.12.2019