Walnuss regional entwickeln: Kooperationen von Anbau bis Vermarktung
71083 Herrenberg
An den Knollen treten stecknadelkopf- bis faustgroße, blumenkohlartige Wucherungen auf. Sie werden bei maschineller Ernte oft nicht erkannt. Wucherungen treten auch an anderen Pflanzenteilen mit Ausnahme der Wurzel auf.
An jungen Knollen kann vor Reifung der Schale die gesamte Oberfläche infiziert werden, später nur noch die Keimanlagen. Es bestehen eine Meldepflicht und Quarantänebestimmungen für die Krankheit, sowie zur Rassenbestimmung des Pilzes. Neue Rassen welche bestimmte Kartoffelsorten befallen können (Pathotypen) gewinnen zunehmend an Bedeutung. Es gibt nur wenige Sorten mit Resistenz gegen alle Pathotypen. Der Pilz kann jahrzehntelang im Boden überdauern, daher ist der Kartoffelanbau auf verseuchten Flächen nicht gestattet.
Der Pilz bildet kein Pilzgewebe (Mycel) sondern überdauert im Boden in Form von Dauersporen. Bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit keimen diese Sporen und bilden bewegliche Zoosporen. Diese dringen in unreife Kartoffelschalen oder im Bereich der Augen bei ausgereiften Knollen in die Pflanze ein. Nach der Infektion entwickeln sich die Wucherungen und neue Dauersporen, die dann im Boden 20 bis 30 Jahre lebensfähig sind. Dieser Zyklus kann sich mehrfach wiederholen.
In Deutschland sind keine Pflanzenschutzmittel verfügbar.
Letzte Aktualisierung 03.05.2017