Walnuss regional entwickeln: Kooperationen von Anbau bis Vermarktung
71083 Herrenberg
Die Pflanzen sind verkümmert, die Blätter sind blaugrau, ältere Blätter vergilben. Bei Trockenheit weisen sie schnell Welkeerscheinungen auf. Die Kopfbildung kann beeinträchtigt sein oder es kommt zu einer verfrühten Blüte. Unterirdisch zeigen sich Wucherungen an einzelnen Wurzeln oder dem gesamten Wurzelsystem, in jedem Fall auch an den Seitenwurzeln. Die Wucherungen sind klumpenartig oder walzenförmig, innen weiß und nicht hohl.
Der Kohlgallenrüssler oder auch Mauszahnrüssler verursacht ebenfalls Wucherungen an den Wurzeln von Kreuzblütlern. Diese sitzen jedoch ausschließlich an der Hauptwurzel, sind eher rundlich und innen hohl.
Kohlhernie tritt an Kreuzblütlern auf, also an den Ackerfrüchten Raps, Senf und verschiedenen Gründüngern, im Gemüsebau an Kohlgemüsen, Rettich, Radieschen, Speiserübe und Rucola, im Kräuteranbau an Kresse und Senf, sowie an Beikräutern dieser Pflanzenfamilie. Die Krankheit kann auch in verschiedenen anderen Pflanzenarten wie Rotklee, Erdbeeren und verschiedenen Wildarten symptomfrei auftreten und von dort auf Kreuzblütler übertragen werden. Eine Übersicht über die Wirtspflanzen gibt das Hortipendium.
Der Schleimpilz überdauert als Dauerspore im Boden. Unter günstigen Bedingungen schlüpfen die beweglichen Zoosporen, dringen in die Wurzelhaare ein und verursachen die typischen Wucherungen. Optimale Infektionsbedingungen bestehen bei 23 bis 25 Grad, hoher Bodenfeuchte und niedrigem pH-Wert. Die Krankheit wird durch verseuchten Boden der an Geräten, Maschinen, Pflanzkisten oder Schuhen anhaftet, verseuchtes Beregnungswasser, befallenes Pflanzenmaterial, infizierten Stallmist und Kompost oder mit dem Wind sowie durch Regenwürmer verschleppt.
Es sind in Deutschland keine Pflanzenschutzmittel verfügbar.
Letzte Aktualisierung 09.12.2019