Walnuss regional entwickeln: Kooperationen von Anbau bis Vermarktung
71083 Herrenberg
Die Netzfleckenkrankheit kann unterschiedliche Blattflecken verursachen. Entweder kommt es an den Blattspreiten zu Aufhellungen unterschiedlicher Größe mit mehr oder weniger stark ausgeprägter brauner Netzstruktur. Sie kann aber auch untypische braune Flecken verursachen. In beiden Fällen sind die Flecken von einem gelben Hof umgeben, und oft bilden sich streifenförmige, von Blattadern begrenzte Verbräunungen. Die Krankheit verbreitet sich von den unteren Blattetagen nach oben hin, auch andere Bereiche des Blattes, Ham und Ähre können befallen werden.
Die Befallssymptome variieren in Abhängigkeit von der Sorte und Jahreszeit. Hat infiziertes Saatgut die Krankheit ausgelöst, sind schon Keimblätter befallen und können absterben.
Die Netzfleckenkrankheit spielt auch im ökologischen Getreideanbau bei entsprechenden Witterungsverhältnissen eine wichtige Rolle und kann zu Ertragsverlusten und Qualitätsminderungen führen.
Erste Infektionen gehen von befallenen Ernterückständen auf der Bodenoberfläche, Ausfallgetreide und von infiziertem Saatgut aus.Zuerst werden untere Blattetagen befallen, wo dann Sporen gebildet und mit Regenspritzern weiter im Bestand und in obere Blattetagen verbreitet werden.
Sämlingsbefall erfolgt bei kühlen Keimbedingungen, weitere Infektionen besonders bei warmer Witterung (Optimum 18 bis 24 Grad) und Feuchtigkeit. Zahlreiche Vermehrungszyklen in schneller Folge finden oft erst nach dem Ährenschieben statt.
Geeignete Beizen können das Auftreten der Netzfleckenkrankheit auch bei bereits infiziertem Saatgut reduzieren.
Strategien zur Bekämpfung von Streifen- und Netzfleckenkrankheit der Gerste im Ökologischen Landbau.
Letzte Aktualisierung 26.07.2010