Bio kann jeder: Vom Hof zum Teller – Bio-Verpflegung mit regionalen Produkten praxisnah umsetzen
06722 Wetterzeube OT Schleckweda
Der Erreger kann Salat während der gesamten Kulturzeit infizieren. An älteren Blättern werden auf der Blattoberseite größere, gelbe Flecken sichtbar.
An der Unterseite bildet sich weißer Sporenrasen. Später werden die Befallsstellen braun. Sie vertrocknen oder faulen bei hoher Luftfeuchtigkeit.
Der Falsche Salatmehltau befällt alle Salatarten der Gattung Lactuca, also Kopfsalat, Eisbergsalat, Pflücksalat, Romanasalat. Besonders betroffen sind spätere Sätze im Spätsommer und Herbst. Andere als Salat bezeichnete Blattgemüse wie Endivien, Radicchio, Rucola und Feldsalat werden nicht befallen. An Feldsalat kann dagegen Falscher Mehltau durch einen anderen Erreger, Peronospora valerianellae, auftreten.
Der Erreger Bremia lactucae ist äußerst variabel und bildet eine Vielzahl an physiologischen Rassen. Derzeit sind 35 Rassen offiziell gelistet, was die Nutzung resistenter Sorten sehr erschwert.
Der Eipilz ist eigentlich der pilzähnlichen Gruppe der Protisten zuzuordnen. Primäre Infektionen gehen von den Eisporen aus, die im noch grünen Gewebe neben den abgestorbenen Befallsstellen gebildet werden. Eisporen können im Boden längere Zeit überdauern und frisch gepflanzten Salat infizieren. Auch eine Übertragung mit infiziertem Saatgut ist, selbst bei resistenten Sorten, möglich. Der Pilz ist auf das lebende Pflanzengewebe angewiesen. Er lebt im Blattgewebe und nur die Sporenträger ragen durch Atemöffnungen nach außen.
An diesen bilden sich Sporen (Konidien), die durch Wasserspritzer oder Wind verbreitet werden. Bei hoher Luftfeuchtigkeit entlassen die Konidien bewegliche Zoosporen, die durch Wunden und Atemöffnungen in neue Wirtspflanzen eindringen. Die Hauptgefahr besteht im Spätsommer und Herbst. Epidemien entwickeln sich bei anhaltend feuchter und mäßig warmer Witterung.
Bitte überprüfen Sie unbedingt die aktuelle Zulassung und Anwendungsbestimmungen, z. B. unter www.pflanzenschutz-information.de!
Durch die Zusammenstellung von Salat-Zuchtlinien mit ähnlichen äußeren Merkmalen und Erntezeiten aber unterschiedlichen Resistenzgenen lässt sich dreijährigen Versuchen zufolge besonders im Herbstanbau ein stabilerer marktfähiger Ertrag erzielen.
Veröffentlichung: Neue Züchtungsstrategien für den ökologischen Salatanbau
Im Öko-Gemüsebau führt der Falsche Mehltau bei vielen Kulturarten zu hohen Ertragsverlusten. An Zwiebeln und weiteren Gemüsearten wurden Pflanzenstärkungsmittel mit einer effektiven Wirkung gegen Falschen Mehltau untersucht.
Letzte Aktualisierung 09.12.2019