Biohof Bursch: Spargelzeit auf dem Biohof Bursch
53332 Bornheim
Der Befall beginnt an den älteren Blättern, teilweise auch am Stängel. Sichtbar werden zuerst kleine gelbe, unregelmäßige Flecken. Diese vergrößern sich rasch zu hellbraunen Läsionen mit dunklem Rand. Auf den eingetrockneten, braunen Flecken entwickeln sich schwarze, kugelförmige Sporenbehälter (Pyknidien), die mit bloßem Auge gerade noch erkennbar sind. Ein chlorotischer Hof um die Blattläsionen ist relativ schwach ausgeprägt. Die Blätter können bei sehr starkem Befall vergilben und vertrocknen. Meist treten die Symptome im Spätsommer bei regenerischem Wetter oder starker Taubildung auf.
Der Erreger befällt glatte, krause und Wurzelpetersilie gleichermaßen. Septoria ist eine der bedeutendsten Krankheiten im Anbau von Petersilie. Die Ausbreitung verläuft bei feucht-kühler Witterung mit hoher Luftfeuchtigkeit rasant. Der Erreger befällt glatte, krause und Wurzelpetersilie gleichermaßen. Andere Wirtspflanzen sind nicht bekannt. Neben dem Falschen Mehltau ist Septoria die bedeutendste Krankheit im Anbau.
Die Blattfleckenkrankkheit an Petersilie wird durch den Pilz Septoria petroselini verursacht. Eine verwandte Art, Septoria apiicola, tritt an Sellerie auf, die jeweilige Pilzart ist jedoch auf ihre eigene Wirtspflanze spezialisiert.
Der Pilz überdauert in Form von Sporenbehältern (Pyknidien) auf abgestorbenem Pflanzengewebe. Eine Samenübertragung ist ebenfalls nachgewiesen. Die Sporen infizieren unter nassen Bedingungen bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit die Pflanzen, indem sie auf der Blattoberfläche auskeimen und über die Spaltöffnungen oder durch direkte Penetration in das Pflanzengewebe eindringen. Im Blatt bilden sie ein Myzel und neue Fruchtkörper (Pyknidien), aus denen bei hoher Feuchtigkeit die Sporen (Konidien) für die Massenverbreitung ausgestoßen werden. Die Sporen werden im Bestand über Regenspritzer, Beregnung oder starke Taubildung verbreitet. Optimale Infektionsbedingungen liegen im Temperaturbereich von 18 bis 25 Grad und bei einer Blattnässedauer von 72 Stunden vor.
Zu Saatgutbehandlung sind mehrere Maßnahmen möglich:
Derzeit sind im Freiland an Wurzelgemüse wie Wurzelpetersilie Pflanzenschutzmittel auf der Basis von Kupferhydroxid zur Blattspritzung zugelassen.
Bitte informieren Sie sich über die aktuelle Zulassungssituation und Anwendungsvorschriften, zum Beispiel unter www.pflanzenschutz-information.de.
Letzte Aktualisierung 09.12.2019