Feldtag Walnüsse – anbauen, schneiden, verarbeiten
59071 Hamm
Die Stängelgrundfäule befällt Keimlinge und Jungpflanzen. Der Stängelgrund wird zunächst glasig oder graugrün, dann hellbraun. Der Stängel schnürt sich ein und fault.
Der Stängelbefall zeigt sich zwischen Boden und Keimblattansatz. Die Wurzelbildung ist stark eingeschränkt. Die Pflanzen sterben etwa innerhalb von zwei Wochen nach dem Auspflanzen ab.
Die Erreger befallen viele Pflanzenarten und treten in Deutschland besonders im warmen Klima in Gewächshäusern auf. Gefährdet sind besonders Gurke, Tomate und Melone als Keimlinge und Jungpflanzen.
Auch Fusarien können Stängelgrundfäule auslösen, bei dieser kommt es zum plötzlichen Absterben der befallenen Pflanzen.
Der Pilz, der eigentlich der pilzähnlichen Gruppe der Protisten zuzuordnen ist, verbreitet sich über Sporen im Boden. Die dauerhaften Eisporen keimen und entwickeln eine Hyphe, die direkt durch die Zellwand in die Samen oder Wurzeln der Pflanzen eindringt. Bei hoher Feuchtigkeit können die Eisporen auch Sporangien produzieren die bewegliche Zoosporen freisetzen. Diese können sich aktiv schwimmend im feuchten Substrat verbreiten. In infizierten Pflanzen werden ungeschlechtlich weitere Sporangien gebildet die durch Zoosporen zu einer weiteren Verbreitung des Pilzes führen. Treffen zwei unterschiedliche Pilze mit männlichen und weiblichen Paarungseigenschaften aufeinander, bilden sie durch geschlechtliche Vermehrung erneute Eisporen, die zur Überdauerung des Erregers im Boden beitragen.
Eine direkte Bekämpfung ist im ökologischen Landbau nicht möglich.
Bitte prüfen Sie unbedingt die aktuelle Zulassung und Anwendungsbestimmungen, zum Beispiel unter www.pflanzenschutz-information.de.
Letzte Aktualisierung 05.12.2019