Landwirtschaftlicher Betrieb Matthias Frantz: Kindergarten auf dem Bauernhof
07957 Langenwetzendorf
Die Larven minieren zunächst in den Blättern aller Kohlarten. Später fressen sie meist in einem feinen, weißen Gespinst an den Herzblättern der Pflanzen, wobei sie typischen Loch- oder Fensterfraß verursachen. Wenn nur noch Blattober- oder -unterhaut vorhanden sind bekommen die Blätter bekommen einen silbrig-weißen Schimmer. Es kann auch zur vollständigen Zerstörung der Blätter kommen. An Blumenkohl und Brokkoli werden auch die Blumen, am Kohlrabi die Knolle geschädigt. Der Hauptschaden tritt meist im Juli bis August auf.
Die Kohlschabe kann über längere Zeit ohne Bedeutung sein und dann plötzlich in Massen auftreten. Die kleinen, bis einen Zentimeter langen Falter erscheinen ab April in der Dämmerung. In Gewächshäusern treten sie bereits ab März auf. Sie sind von brauner bis gräulicher Grundfarbe mit einer beigen Zeichnung an den Oberkanten der Vorderflügel. Bei Zusammengelegten Flügeln erscheint diese als Zickzack- oder Rautenzeichnung auf dem Rücken.
Die gelblich glänzenden Eier finden sich in kleinen Grüppchen besonders am Blattstiel und der Blattunterseite, sie sind weniger als einen Millimeter groß. Die Larven sind anfangs gelblich-grau, später grün. Sie verjüngen sich zu beiden Enden und werden etwa ein Zentimeter lang. Der Larvenkopf ist anfangs braun, später gelb mit schwarzen Punkten. Sie umgeben sich oft mit einem feinen Gespinst und zappeln bei Berührung.
Die Kohlmotte ist einer der weltweit bedeutendsten Kohlschädlinge. Sie befällt alle Kohlarten, und kommt auch an Rettich, Meerrettich und anderen Kreuzblütlern vor.
Die Kohlmotte unternimmt Wanderflüge, wodurch es zu plötzlichem Auftreten dieser Kleinschmetterlingsart kommen kann. Dabei werden die schwachen Flieger von Windströmungen unterstützt. Die Falter paaren sich sofort nach dem Schlupf und legen ein bis zwei Tage später ihre Eier einzeln oder in kleinen Gruppen am Blattstiel oder an der Blattunterseite ab. Die Larven lassen sich bei Gefahr an einem seidenen Gespinstfaden zum Boden herab. Starker Regen kann ihr Auftreten stark reduzieren.
Sie verpuppen sich in einem netzartigen Kokon an der Blattunterseite. In der Regel treten drei bis fünf Generationen im Jahr auf. Trockene, warme Witterung begünstigt die Entwicklung des Schädlings.
Pflanzenschutzmittel müssen frühzeitig angewendet werden, da die frühen Larvenstadien sensibler und besser erreichbar sind. Darum sollten die Kulturen regelmäßig auf Befall kontrolliert werden.
Zweimal wöchentlich sind 10 Pflanzen von Feldrand und -mitte zu kontrollieren. Bei Auftreten von 10 kleinen oder 4 großen Raupen oder von Raupen auf den Innenblättern sollte eine direkte Bekämpfung erfolgen.
Mit Hilfe von Pheromonfallen und den darin enthaltenen Sexuallockstoffen von Schmetterlingsweibchen werden die männlichen Falter aus einer Entfernung von bis zu einigen hundert Metern angelockt. Für eine Schädlingsüberwachung genügen ein bis zwei Fallen je Schlag, die zwei- bis dreimal wöchentlich zu kontrollieren und dokumentieren sind.
Überprüfen Sie bitte unbedingt die aktuelle Zulassung und Anwendungsvorschriften, z. B. auf www.pflanzenschutz-information.de!
Letzte Aktualisierung 09.12.2019