Säfte

Obst und Gemüse zum Trinken

Möglichst naturbelassen sollen Bioobstsäfte sein. Deshalb werden sie sehr häufig unter der Bezeichnung "Direktsaft" angeboten. Das bedeutet: Die Früchte werden gleich nach der Ernte gepresst und schonend pasteurisiert.

Dabei wird auf Enzyme, die die Saftausbeute erhöhen sollen, verzichtet. Einzige Ausnahme sind Beerenfrüchte. Hier sind zwar gentechnikfreie Enzyme zugelassen, sie werden aber häufig nicht verwendet. Der Presssaft wird naturtrüb direkt in Flaschen gefüllt. Ausgeschlossen sind bei Bioobstsäften Zuckerzusätze oder eine Anreicherung mit Vitaminen oder Fruchtfleisch. Bei konventionellen Produkten sind sie in kleiner Menge erlaubt.

Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erlauben auch Saft aus Fruchtsaftkonzentrat. Bei dieser Produktionsweise werden die Früchte ebenfalls gepresst. Anschließend wird der Saft aber auf etwa ein Sechstel eingedampft, dann kann er besser transportiert werden. Dies macht insbesondere bei langen Transportwegen Sinn - nicht nur in ökonomischer, sondern auch in ökologischer Hinsicht. Bei der Fruchtsaft-Produktion wird das Konzentrat mit Wasser bis zum ursprünglichen Verhältnis zurückverdünnt und dann erst in Flaschen gefüllt.

Auch wenn Obstsäfte bei allen, insbesondere Kindern, sehr beliebt sind: Für den großen Durst sind sie nicht geeignet, denn sie sind aufgrund ihres natürlichen Zuckergehaltes zu "üppig". Man mischt sie am besten mit Mineralwasser im Verhältnis 2 zu 1, dann schmecken sie noch fruchtig, erfrischen aber auch gleichzeitig.

Gemüse-Säfte

"Fünf am Tag?" - Ernährungswissenschaftler empfehlen fünf Portionen Obst und Gemüse täglich, um Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern. Wer Probleme hat, die "Fünf am Tag" zu schaffen, ist mit den Säften aus Blatt-, Wurzel- oder Knollengemüse gut bedient. Darin sind viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten, ebenso sekundäre Pflanzenstoffe, die die Immunabwehr stärken.

Biosäfte sind weitestgehend naturbelassen. Das Gemüse wird ohne chemisch-synthetische Düngemittel angebaut. Dadurch haben diese Säfte einen niedrigeren Nitratgehalt als Säfte, die aus konventionellem Gemüse gewonnen werden. Das Nachwürzen mit Hilfe von Zucker, Salz oder Geschmacksverstärkern ist bei Biogemüsesäften nicht nötig: Das gemüseeigene Aroma soll zur Geltung kommen und nicht durch andere Zutaten überdeckt werden.

Einige Gemüsesorten, auch solche aus Bioanbau, können größere Mengen Nitrat speichern. Deshalb sollten insbesondere Kinder keine Säfte trinken, in denen Spinat oder Rote Beete enthalten ist.


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Letzte Aktualisierung 13.08.2019

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