Management von Gebrauchskreuzugen im ökologischen Landbau

Die ökologische Geflügelhaltung erfordert robuste, anpassungsfähige Hühner, die unter ökologischen Bedingungen gesund und leistungsfähig bleiben. Das Projekt ÖkoGen untersucht funktionelle Merkmale gezielter Kreuzungen traditioneller Rassen mit moderner Leistungsgenetik, um praxisaugliche, wissenschaftlich fundierte Charaktersierung und Zuchtstrategien zur Stärkung der Tiergesundheit und des Tierwohls sowie zum Erhalt der genetischen Vielfalt zu entwickeln.

Empfehlungen für die Praxis

An Genetik/Linien angepasste Haltung statt Standardlösungen

Jede Kreuzung reagiert unterschiedlich auf Umweltbedingungen – was bei einer Kreuzung gut funktioniert, ist bei der anderen gegenteilig. Statt pauschaler Konzepte braucht es an Kreuzungstypen angepasste Haltungssysteme, die spezifisch auf die jeweiligen Eigenschaften abgestimmt sind (Zum Beispiel Auslaufnutzung).

Tierwohl aktiv gestalten

Aktivere Rassen stellen höhere Anforderungen an eine abwechslungsreiche Haltungsumwelt. Ein gezieltes, aktives Beschäftigungsmanagement (Zum Beispiel Luzerne, Picksteine, Grit) angepasst an das Verhalten der Tiere, ist daher essenziell, um Stress zu vermeiden und positives Tierwohl zu fördern.

Andere Kreuzung – andere Merkmale

Während die White Rock-Kreuzungen besser bei den morphologischen Tierwohlindikatoren abschneiden, sind die Ranger-Kreuzungen weniger ängstlich. Die legebetonte Kreuzungen nutzen das Freiland intensiver.

Technik gezielt nutzen

Digitale Methoden wie Sensorik, automatisiertes Monitoring und KI-gestützte Auswertung können zukänftig das Management unterstützen und frühzeitige Interventionen ermöglichen.


“Eine tierwohloptimierte Haltung erfordert Anpassungen im Management, die sich an der einzelnen Rasse oder Kreuzung ausrichten.” (Inga Tiemann)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 01.10.2026

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