Projekt VITALBIENE

Projekt VITALBIENE

Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, langfristig robuste Bienenvölker zu etablieren, die besser mit der Varroamilbe zurechtkommen. Die Methode umfasst neben einer induzierten Brutpause auch eine selektive Winterbehandlung gegen die Varroamilbe. Die Ergebnisse zeigen, dass die innovative Haltung eine vielversprechende Alternative zur herkömmlichen Betriebsweise sein kann.

Empfehlungen für die Praxis

Das herkömmliche Behandlungskonzept

Das herkömmliche Varroa-Bekämpfungskonzept sieht eine reguläre Winterbehandlung vor. Die Drohnenbrut wird zur Paarungszeit regelmäßig entnommen und die Sommerbehandlung durch Anwendung von Ameisensäure durchgeführt.

Das innovative Behandlungskonzept

Insbesondere zur Paarungssaison wird im innovativen Konzept ein erhöhter Parasitendruck in den Völkern zugelassen. Das wird durch eine selektive Winterbehandlung und das Belassen der Drohnenbrut in den Völkern erreicht. Um dem erhöhten Varroabefall rechtzeitig entgegenzuwirken, werden die Königinnen im Sommer für 25 Tage in geeigneten Käfigen in den Völkern gesperrt. Die noch vorhandene Brut kann ausschlüpfen. Der Käfig wird nach dieser Zeit geöffnet und das nun brutfreie Volk mit einem geeigneten Oxalsäure-Präparat behandelt.

Umsetzung

Das innovative Konzept wird insbesondere Züchtern empfohlen, die durch einen erhöhten Selektionsdruck in ihrer Zuchtauslese profitieren können. Die Nutzung von Methoden zur Varroadiagnose und einer selektiven Behandlung ermöglichen die sichere Umsetzung des Konzepts.


Der Nutzen der induzierten Brutpause im Sommer zeigt sich später, wenn die Völker die Lücke kompensiert haben und unter geringem Milbendruck ihre Winterbienen aufgezogen haben. (Lena Frank)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 06.11.2025

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