Tiergesundheit lokaler Hühnerrassen und ihrer Kreuzungen mit Leistungshennen

Die ökologische Geflügelhaltung erfordert robuste, anpassungsfähige Hühner, die unter ökologischen Bedingungen gesund und leistungsfähig bleiben. Das Projekt ÖkoGen untersucht funktionelle Merkmale gezielter Kreuzungen traditioneller Rassen mit moderner Leistungsgenetik, um praxistaugliche, wissenschaftlich fundierte Zuchtstrategien zur Stärkung der Tiergesundheit und des Tierwohls sowie zum Erhalt der genetischen Vielfalt zu entwickeln.

Empfehlungen für die Praxis

Das Wohlbefindens eines Tieres ist eng mit dem Tierschutz verbunden. Gesunde Tiere sollen frei von Krankheiten und Schmerzen sein und eine gute Beweglichkeit aufweisen. Im Projekt wurden drei Ebenen der Tiergesundheit untersucht, aus denen sich folgende Empfehlungen ableiten lassen:

Parasitenabwehr

Parasitäre Infektionen wie etwa der Befall mit Spulwürmern (Ascaridia galli) sind eine Herausforderung in der Freilandhaltung. Die Behandlung ist vor allem im ökologischen Landbau kaum möglich. Eine gute Abwehr gegen Parasitosen ist von großer Bedeutung.

Immunkompetenz

Eine gute Immunkompetenz ist alters- und leistungsabhängig. Damit ist sie relevant für die Widerstandsfähigkeit von Wirtschaftsgeflügel in der Freilandhaltung (insbesondere bei Eintrag von Viren durch Wildvögel) und für rassespezifische Impfkonzepte.

Brustbeingesundheit

Brustbeinbrüche sind wie bei Hybridherkünften auch bei den Kreuzungen ein tierschutzrelevantes Problem. Es ist daher auf eine schonende und artgerechte Haltung dieser Tiere ab dem ersten Einstallungstag zu achten.


“Eine gute Tiergesundheit und Robustheit ist ein wesentlicher Garant für hohes Tierwohl und gute Leistungen.” (Steffen Weigend)


Informationen zum Projekt

Letzte Aktualisierung 01.10.2026

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