Gärtnerhof Entrup: Landwirtschaftsprojekt mit der 5 Klasse der KvG Gesamtschule Nordwalde
48341 Altenberge
Die Grüne Pfirsichblattlaus tritt von Mai bis September an zahlreichen Acker- und Gemüsekulturen auf, in den Wintermonaten an Steinfrüchten. Die ungeflügelten Blattläuse sind olivgrün und 1,8 bis 2,5 Millimeter lang, können aber auch eine gelbgrüne bis blassrosa Färbung auffweisen. Die Fühler sind etwas kürzer als der Körper, die Hinterleibsröhren schwach keulenförmig.Ihr Hinterleib ist vorwiegend rundlich mit einer kleinen Spitze. Die geflügelten Blattläuse werden zwei Millimeter lang mit sowohl schwarz glänzendem Kopf und schwarz glänzender Brust, der Hinterleib ist olivgrün mit schwarzen Flecken auf der Mitte und an den Seiten.
An vielen Kulturen, wie beispielsweise im Zuckerrübenanbau, führt ein starker Befall zu Blattverformungen. An Dill verkrümmen die Blattfiedern knäuelartig, die Triebenden können kümmern, welken und absterben. Auch an Blüten und Fruchtständen kommt es zu Schäden. Sekundär wird der von den Tieren ausgeschiedene Honigtau durch Schwärzepilze besiedelt, was zur Verschmutzung der Pflanzen führt.
Die Erbsenblattlaus unterscheidet sich durch ihren spitz zulaufenden Hinterleib.
Die ebenfalls grüne Gierschblattlaus tritt an Doldenblütlern wie Möhren oder Dill auf. Ihre kurzen Fühler erreichen weniger als die halbe Körperlänge.
Die Grünfleckige Kartoffelblattlaus trägt dunkle Flecken auf dem Hinterleib, sie tritt an vielen Kulturen auf.
Die Gepunktete Gewächshausblattlaus ist eher gelblich grün mit dunklen Flecken.
Die Grüne Pfirsichblattlaus befällt im Sommer (Mai bis September) zahlreiche Acker- und Gemüsekulturen, wobei sie besonders im Zuckerrübenanbau als Schädling auftritt. Zu den Sommerwirten im Ackerbau zählen: Kreuzblütler wie Raps, Körner- und Futterleguminosen, Getreide wie Gerste, Weizen und Mais sowie Futtergräser und Kartoffeln. Im Gemüseanbau treten sie an Tomaten, Auberginen, Paprika, Melonen, Kürbissen, Mohrrüben, Pastinaken, Sellerie, Spinat, Salat, Fenchel, Spargel und Chickorée auf. Unter den Kräutern befallen sie unter anderem Majoran, Petersilie, Dill und Kerbel, dazu kommen verschiedene Zierpflanzen. Im Winter besiedeln die Blattläuse überwiegend Steinfrüchte wie Pfirsich, Aprikose, Schlehe, aber auch Apfel.
Die Blattläuse sind besonders als Überträger zahlreicher Viruskrankheiten von Bedeutung, wie unter anderem das Petersilien-Y-, das Gurkenmosaik- und das Rübenmosaik-Virus sowie die viröse Vergilbung der Zuckerrübe.
Die sensiblen krautigen Kulturen sind die Sommerwirte im Lebenszyklus der Grünen Pfirsichblattlaus. Ab etwa Mitte Mai fliegen geflügelte Blattläuse auf die Sommerwirte, und setzen an der Blattunterseite ungeflügelte Nachkommen ab. Ende Juni ist die Überwanderung vom Winterwirt abgeschlossen. In dieser Zeit bildet die Blattlausart ohne Befruchtung ungeflügelte und geflügelte Generationen, die sich auf weitere Sommerwirte verbreiten. Neben zahlreichen Kulturpflanzen befällt sie auch viele Beikräuter wie Ampfer, Hirtentäschel oder Gansefuß.
Im September werden von geflügelten Blattläusen die Winterquartiere an Gehölzen aufgesucht. Dort wird das ungeflügelte Weibchen geboren, das nach der Paarung mit der Eiablage in Rindenrisse oder Winkel zwischen Knospe und Zweig beginnt. Die grüne Pfirsichblattlaus überwintert überwiegend im Eistadium an Steinfrüchten wie Pfirsich oder Schlehe, sowie Bocksdorn. In milden Wintern oder in sehr geschützten Lagen können die Tiere als weibliche Laus ohne Wirtswechsel auf krautigen Pflanzen und Rübenmieten überdauern. Mit Beginn der warmen Witterung schlüpfen die Larven und es entstehen am Winterwirt zwei bis drei Generationen, bevor wieder krautige Sommerwirte angeflogen werden.
Folgende Nützlinge können vor Allem in Gemüsekulturen unter Glas gegen Blattläuse eingesetzt werden, und werden teilweise in Kombination angeboten:
Die Schadensschwelle liegt bei zwei bis drei geflügelten Blattläusen pro 25 Pflanzen.
In Gemüse- und Obstkulturen, frischen Kräutern und Zierpflanzen sind darüber hinaus zugelassen:
Letzte Aktualisierung 25.06.2020